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GDL und NOB schließen Schlichtungsverfahren erfolgreich ab

31.01.12 (Schleswig-Holstein) Autor:Stefan Hennigfeld

Lange hat es gedauert. Nach drei Monaten Schlichtungsverfahren unter dem früheren Verkehrsminister von Sachsen-Anhalt, Karl-Heinz Daehre (CDU) und zuvor 2.350 Stunden Streik gibt es jetzt eine Einigung zwischen der Nord-Ostsee-Bahn (NOB) und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL). Der neue Vertrag endet am 31. Dezember 2013 – bis dahin haben Pendler und Urlauber zwischen den Meeren nun keine Streiks mehr zu befürchten.

Das Tarifniveau bei der Nord-Ostsee-Bahn wird nun bei rund 99 Prozent der inhaltsgleichen Rahmenregelungen gelten, die die GDL anfangs angestrebt hat. Bislang lag das Tarifniveau etwa acht Prozent darunter. „Der Tarifabschluss ist somit ein tragfähiges Ergebnis“ sagt GDL-Chef Claus Weselsky. Auch NOB-Geschäftsführerin Martina Sandow ist zufrieden: „Die Verhandlungen liefen sachlich und konstruktiv. Ich freue mich ganz besonders für unsere Fahrgäste, dass nun langfristig bei der NOB wieder Normalität einkehren kann.“

Der neue Tarifvertrag tritt rückwirkend zum 1. April 2011 in Kraft. Jedem Triebfahrzeugführer der Nord-Ostsee-Bahn steht jetzt ein freies Wochenende im Monat zu. Darüber hinaus gibt es eine Einmalzahlung in Höhe von tausend Euro. Außerdem hat das Unternehmen den Betreiberwechseltarifvertrag unterschrieben. Weselsky: „Damit ist die Angst um den Arbeitsplatz nach einer verlorenen Ausschreibung dauerhaft gebannt und es kann künftig der nahtlose und geordnete Übergang der Lokomotivführer zwischen den Unternehmen erfolgen.“

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