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Bogestra treibt barrierefreien Haltestellenausbau voran

29.01.12 (VRR) Autor:Stefan Hennigfeld

Die Stadt Bochum und die Bogestra wollen auch 2012 den barrierefreien Ausbau ihrer Haltestellen voranbringen, um auch mobilitätseingeschränkten Kunden volle Teilhabe am ÖPNV zu ermöglichen. Die Haltestellen erhalten einen erhöhten Bordstein: 18 Zentimeter beim Busverkehr und 22 Zentimeter bei Straßenbahnhaltestellen. Rollstuhlfahrer, Menschen an Rollatoren und Eltern mit Kinderwagen können niveaugleich ein- und aussteigen.

Seit 1994 konnten etwa 24 Prozent der rund 980 Bushaltestellen auf dem Gebiet der Stadt Bochum durch ein Förderprogramm nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) linienweise und bei Straßenbaumaßnahmen auch punktuell erneuert werden. Seit 2003 ist die gesamte Bogestraflotte in der Lage, die Busse an den Haltestellen abzusenken, so dass es auch hier keine Stufen mehr gibt.

Die Bogestra betreibt im Bochumer Raum 102 Straßenbahn- und 46 kombinierte Straßenbahn- und Bushaltestellen. Hier liegt die Ausbauquote bei etwa 53 Prozent. Die Stadtbahnhaltestellen – also die U 35 sowie die Stationen in den Innenstadttunneln – haben eine Ausbauquote von hundert Prozent, wobei das natürlich insbesondere auf der Linie 310 irrelevant ist, weil hier noch einige Jahre veraltete Triebzüge vom Typ M 6 zum Einsatz kommen, die Treppenstufen am Einstieg haben. Die Nachfolgezüge werden Variobahnen des Herstellers Stadler Pankow sein und über ausklappbare Rampen verfügen. Bis dahin dauert es aber noch etwas, doch auch hier ist Licht am Ende des Tunnels.

Insgesamt werden die Finanzmittel knapper. Das GVFG-Förderprogramm läuft 2019 aus und feste Finanzierungsvereinbarungen, wie etwa bei DB Netz, gibt es für die kommunale Schiene nicht, obwohl der Investitionsbedarf ähnlich ist. Trotzdem setzt die Stadt Bochum bei der Fortschreibung des Nahverkehrsplanes von 2009 weiterhin Prioritäten zum niederflurgerechten Ausbau der Haltestellen.

Ein Kommentar

  1. Wieso splittet man die Stadtbahn(en) eigentlich nicht änhlich auf, wie die DB? Also Netz(Stationen+Fahrweg) gehören der Stadt und die Verkehrsunternehmen selber gehören den Nutzern(als eG o.ä.)? So könnte man die Subvention reduzieren bzw. punktueller(weniger ausgelastete Linien=weniger Netzentgeld) einsetzen.

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