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ASTA stimmt dem Angebot des AVV zum Semesterticket zu

11.01.12 (Nordrhein-Westfalen) Autor:Jürgen Eikelberg

Auf der außerordentlichen Sitzung des Studierendenparlamentes der RWTH Aachen am 9. Januar 2012 hat dieses sich mit deutlicher Mehrheit für das vorgelegte Angebot zum Semester-Ticket ausgesprochen. Das Gespräch zwischen den Vertretern des AStA, des AVV und der ASEAG am Ende der letzten Woche, moderiert durch Oberbürgermeister Marcel Philipp, führte zu der nötigen Annäherung, sodass dem Studierendenparlament zwei Angebote vorgelegt wurden, über die auf der Sitzung entschieden werden konnte.

Zur Debatte standen ein leicht vergünstigtes Angebot mit den Leistungen des bisherigen Tickets und als Alternative ein Ticket mit der zusätzlichen Möglichkeit, eine Person an Wochenenden, Feiertagen und werktags nach 19 Uhr mitzunehmen.

Das Angebot mit vergünstigter Personenmitnahme war es auch, das sich zunächst in der Abstimmung gegen das Basisangebot als das Attraktivere durchsetzte und später nach intensiven Diskussionen in der finalen Abstimmung mit 39 von 41 Stimmen an-genommen wurde. Die Studierenden haben somit auch in den kommenden sechs Semestern die Möglichkeit, den Nahverkehr in ganz NRW zu günstigen Konditionen zu nutzen und zusätzlich im ersten Jahr die Möglichkeit, zu bestimmten Zeiten eine Person mitzunehmen.

Nach einem Jahr muss das Studierendenparlament erneut über die Option der Personenmitnahme beraten und auf Basis eines Gutachtens, das von AStA und AVV gemeinsam in Auftrag gegeben wird und die realen Kosten für die Mitnahme ermitteln soll, entscheiden, ob die Mitnahme zum so ermittelten Preis auch nach dem ersten Jahr weitergeführt werden soll.

»Auch wenn sicher nicht alle Wünsche in Erfüllung gegangen sind, kann man mit dem Angebot insgesamt zufrieden sein. Den Forderungen der Studierenden ist der AVV mit der vergünstigten Personenmitnahme deutlich entgegengekommen und hat das Semester-Ticket noch einmal aufgewertet«, so Bela Brenger, Vorsitzender des AStA und Verhandlungsführer für die Studierenden.

Die gestiegenen Kosten wurden mit gestiegenen Energie- und Personalkosten begründet, aber besonders auch mit der gestiegenen Nutzung.

»Das Semester-Ticket ist ohne Frage eine Erfolgsgeschichte, aber mit der Entwicklung der Nutzung in den letzten Jahren konnte einfach nicht gerechnet werden« begründet Hans Joachim Sistenich, Geschäftsführer des AVV, die nötige Erhöhung.

Nach einer heißen Verhandlungsphase hat sich nun die Stimmung zwischen den Verhandlungspartnern und unter den Studierenden durch das letzte Gespräch und die Zustimmung im Parlament deutlich verbessert. Dadurch wurde der Weg geebnet, auch in Zukunft mit allen Parteien offene Fragen im Dialog zu klären und gemeinsam dauerhafte Lösungen zu erarbeiten.

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