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VCD Hessen kritisiert Verteilung der Investitionsmittel

02.12.11 (Hessen) Autor:Jürgen Eikelberg

Der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) in Hessen kritisiert die Verteilung der rund 1,3 Milliarden, die im Bundeshaushalt für Schieneninvestitionen im Jahr 2012 vorgesehen sind. Das Bundesland bekommt nach Angaben des VCD Hessen davon nur 9,228 Millionen. Das sei viel zu wenig, so der hessische VCD-Geschäftsführer Marin Mützel.

„Für diese Summe bekommt man ungefähr 370 Meter der A 44“. Gemeint ist damit der Weiterbau der Autobahn von Kassel nach Eisenach, der bereits in den 1920er Jahren geplant war. In den 1940er Jahren sind in kleinem Umfang Vorleistungen erbracht, kriegsbedingt aber eingestellt worden. Auch in den Zeiten der deutschen Teilung sind die Pläne nie ganz aufgegeben worden.

Der größte Brocken in Hessen ist mit 3,651 Millionen für den Weiterbau am Bahnhof Neuhof an der „Kinzigtalbahn“ Fulda–Hanau vorgesehen. „Das dient im Wesentlichen dazu, Platz für die neue A 66 zu schaffen. Die Züge werden etwas schneller, aber neue Kapazitäten auf dieser überlasteten Strecke sind nicht in Sicht“, so Mützel.

Die Autobahn ist ein etwa sieben Kilometer langer Lückenschluss, die im Bereich Neuhof in einem Tunnel verlaufen wird und die Bundesstraße 40, ersetzen soll. Dieser Abschnitt der B 40 soll nach Eröffnung der A 66 rückgebaut und renaturiert werden.

Für den weiteren Umbau des Bahnhofes Frankfurt-Stadion sind 3,481 Millionen angedacht. Auch der Ausbau der „Mitte-Deutschland-Bahn“ Paderborn–Kassel–Erfurt–Chemnitz ist mit 2,096 Millionen eingetragen, allerdings für die gesamte Länge. Mützel: „Meines Wissens sind dort nur Arbeiten östlich von Erfurt vorgesehen. Hessen ginge somit leer aus.“

Eine Hoffnung bleibt nach Mützel jedoch: „Bislang sind von den 1,3 Mrd. Euro 352 Millionen noch nicht fest vergeben. Vielleicht kann Hessen da noch etwas nachholen.“

Vorrangig wäre aus Sicht des VCD ein weiterer Ausbau des Knotens Frankfurt, insbesondere zusätzliche Gleise zwischen Stadion und Hauptbahnhof. Zudem muss möglichst schnell die Planung für Kapazitätserweiterungen auf den Verbindungen Frankfurt–Darmstadt–Mannheim und Frankfurt–Fulda erfolgen.

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