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Unangekündigter Streik der GDL legt Albtal-Verkehrsgesellschaft lahm

03.12.11 (Süddeutschland) Autor:Jürgen Eikelberg

Wie die Albtal-Verkehrsgesellschaft in einer Pressemeldung mitteilt, hat die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer heute am 3. Dezember 2011 um 8 Uhr einen Warnstreik ausgerufen. Damit hat sie die Fahrgäste und das Unternehmen am zweiten Adventssamstag völlig überraschend getroffen.

„Obwohl von beiden Seiten der Wunsch bestand, die seit Monaten laufenden Tarifgespräche zwischen den Verhandlungspartnern fortzusetzen, und obwohl weitere zusätzliche Angebote zu den bereits bestehenden gemacht wurden, trägt die GDL die Auseinandersetzung unangekündigt und aus heiterem Himmel auf dem Rücken der Fahrgäste aus“, kritisiert Dr. Brigitte Unger, Personalleiterin der AVG, die Entwicklung an diesem Morgen.

„Die AVG bezahlt ihre Triebfahrzeugführer heute schon mit dem bestehenden Tarifvertrag sowie zusätzlichen betrieblichen Regelungen deutlich über Marktniveau. Eine durch die massiv überzogenen Forderungen der GDL ausgelöste Steigerung ist wirtschaftlich schlicht und einfach nicht möglich“, betont Dr. Brigitte Unger. Die Geschäftsleitung der AVG erwartet von der GDL die Rückkehr zum Verhandlungstisch und hält ein Schlichtungsverfahren für geboten.

Der Warnstreik dauerte von 8 Uhr bis 12 Uhr. Betroffen waren etwa 35 Prozent aller S-Bahnen. Die Linie S2 war nicht betroffen, da sie von den Verkehrsbetrieben Karlsruhe (VBK) betrieben wird. Der Straßenbahnverkehr in Karlsruhe lief dagegen wie gewohnt.

Die GDL begründete diesen Warnstreik damit, das die AVG bereits zugesagte Zulagenerhöhungen widerrufen habe und zurzeit gezahlte Reisekosten für Dienstreisen abschaffen zu wollen.

 

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