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Pünktlichkeitsquote der Deutschen Bahn blieb im November konstant

18.12.11 (Allgemein) Autor:Stefan Hennigfeld

Die Züge der Deutschen Bahn erreichen im November in etwa dieselbe Pünktlichkeitsquote wie im Oktober. Innerhalb der üblichen Fünf-Minuten-Toleranz (jeder Zug mit vier Minuten Verspätung gilt somit als pünktlich) erreichten 91,2 Prozent der Züge ihr Ziel – wie im Vormonat. Im Fernverkehr konnte man sich von 76,3 Prozent auf 76,6 Prozent leicht verbessern. Der Regionalverkehr hat sich mit 91,6 Prozent im Vergleich zu 92,1 Prozent verschlechtert.

Die Bahn gibt an, dass insbesondere der Castor-Transport am Monatsende deutliche Beeinträchtigungen im Zugverkehr verursacht habe. Auch verstärkte Bautätigkeiten bei DB Netz habe für Einschränkungen der Kapazitäten gesorgt und den Betriebsablauf regelmäßig verzögert. Kunden können seit August 2011 jeweils ab Mitte des Folgemonats die Pünktlichkeitswerte unter www.bahn.de/puenktlichkeit abrufen.

Die Statistik bildet alle Zugfahrten des Unternehmens ab, das betrifft pro Monat mehr als 20.000 im Fernverkehr und fast 780.000 im Regionalverkehr, inklusive aller S-Bahnen. Dabei wird nicht nur der Wert am Linienende, sondern auch an ausgewählten Unterwegshalten genommen. Nicht berücksichtigt sind jedoch Verspätungen einzelner Reiseketten durch geplatzte Anschlüsse.

4 Responses


  1. Autofahrer
    18.12.11 um 23:49

    Trau keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast :)

  2. Also das man herauskehrt, das die Verspätungsquote konstant ist, finde ich nicht so bemerkenswert. Nahezu ein Viertel aller Fernverkehrszüge hat eine Verspätung (von mehr als 5 Minuten). Frühe Züge oder Nachtverbindungen mit eingerechnet.
    Auch wenn es klar ist, dass Fernverkehrszüge durch das gesamte Netz fahrend, leichter Verspätungen aufbauen. Ein Nahverkehrszug durchquert weniger Knoten (also möglche Engpässe). Es ist also nicht unwahrscheinlich, das Nahverkehrszüge auch verhältnismäßig weniger Verspätungen aufbauen.
    Ich finde es zwar gut, dass diese Statistik geführt wird, und versucht, die Quote klein zu halten. Dennoch finde ich die Werte nicht wirklich toll.

  3. Gerade bei Nachtverbindungen ist das kaum verwunderlich; Nachtzuege bestehen zu grossen Teilen aus Kurswagen, sprich der Zug nimmt immer automatisch die Verspaetung des am meisten verspaeteten Wagens an. Damit haben alle Wagen in diesem Zug diese Verspaetung, und da diese Wagen wiederum an weitere Zuege aufgeteilt werden, kriegen auch jene weiteren Zuege die Verspaetungen dieser Wagen mit.

    Ein grosser Teil der Verspaetungen liegt auch an der Reisekettensicherung. Wie diese funktioniert ist sehr schoen in der DB Welt von September oder Oktober diesen Jahres beschrieben. Aktuelles selbst erlebtes Beispiel am Freitag, wollte von Karlsruhe nach Frankfurt: IC planmaessig 22:04 ab Karlsruhe nach Mannheim, Verspaetung 45min (kein eigenstaendiger IC sondern Sitzwagen am Nachtzug aus Basel, also o.g. Problematik) womit der Anschluss (RailJet) ab Mannheim nicht mehr moeglich waere; schneller konnte ich mit der RB 22:08 in Mannheim sein, allerdings wuerde das planmaessig nicht fuer den Railjet reichen. Dieser wartete jedoch ueber 10min so dass die Reisekette Karlsruhe-Mannheim-Frankfurt gesichert war. Einer von vielen Faellen in denen man die Puenktlichkeit eines Zuges opfert um die wertvollere Reisekette zu retten. Denn Fahrgaeste die somit insgesamt ziemlich puenktlich (ca. +5) in Frankfurt ankamen sind wichtiger als ein Zug mehr oder weniger unter denen mit 5min- und 10min-Puenktlichkeit.

    Im Nahverkehr findet dies nicht statt, Produkte des Nahverkehrs warten nahezu grundsaetzlich nicht. Auch das ist ein Grund fuer die grosse Schere.

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