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Neue Busse für Wuppertal

16.12.11 (VRR) Autor:Jürgen Eikelberg

In diesem Jahr hat die WSW mobil GmbH 20 neue Busse vom Typ Mercedes Citaro bestellt. Darunter befinden sich 16 Gelenkbusse, von denen die letzten drei jetzt ausgeliefert wurden. Außerdem haben die WSW in diesem Jahr drei Citaro-Solobusse gekauft. Komplettiert wird die Bestellung, die wiederum über die Einkaufgemeinschaft „Bergischer Bus“ abgewickelt wurde, durch einen Hybridbus, der Ende Februar 2012 ausgeliefert wird.

Die Motoren der Citaro-Busse basieren auf der abgasarmen BlueTec-Dieseltechnologie. Sowohl in den Gelenk-, als auch in den Solobussen arbeitet ein Sechszylinder-Motor mit 12 Litern Hubraum, der 220 kW (299 PS) erzeugt.

Die 13 Citaro-Gelenkbusse O 530 G C1 sind seit Oktober 2011 auf Wuppertals Straßen im Linieneinsatz. Die aktuell gelieferten drei Gelenkbusse gehören der neuesten Generation C2 an. Die zwölf Meter langen Fahrzeuge verfügen über 51 Sitz- und 104 Stehplätze. Fahrgäste und Busfans erkennen das neue Modell an den großen mandelförmigen Scheinwerfern und der gegenüber dem C1-Modell runder gestal¬teten Frontpartie. Neu sind auch das LED-Tagfahrlicht und die im Scheinwerfergehäuse integrierten LED-Blinkleuchten. Größere Seiten- und Frontscheiben sorgen für noch mehr Transparenz. Der Fahrgastraum des neuen Citaro ist besonders einladend. Der angenehme Eindruck beginnt bereits an der Haltestelle mit der hellen Ausleuchtung der Ein- und Ausstiegsbereiche an allen Türen durch ein breites LED-Lichtband.

Wie schon im letzten Jahr wurden sowohl die lichtblaue Außenlackierung als auch die veränderte Innenausstattung mit roten Haltestangen, neuen Sitzbezügen und einem neuen Fußbodenbelag geordert. Ansonsten verfügen alle Busse wieder über eine Video-Innenraumüberwachung zur Verbesserung der Sicherheit und Vermeidung von Vandalismus.

Die drei zweiachsigen Citaro-Solobusse O 530 LE sind so genannte Low-Entry-Fahrzeuge. Dies bedeutet, dass beide Türen stufenfrei begangen werden können, der hintere Bereich im Innern aber über eine Stufe verfügt. Dadurch lässt sich die Antriebstechnik wartungsfreundlicher unterbringen. Diese Bauweise ermöglicht außerdem eine höhere Wirtschaftlichkeit. Durch den Einbau einer konventionellen Antriebsachse, wie sie bei Überland- und Reisebussen üblich ist, anstelle einer speziell konstruierten Niederflurachse erhöht sich der Wirkungsgrad des Antriebs. Dies wirkt sich günstig auf den Kraftstoffverbrauch aus. Die Zweiachser haben 39 Sitz- und 62 Stehplätze.

Bild: WSW mobil

2 Responses

  1. Alles schön und gut mit den neuen Bussen, aber eine Klimaanlage ist wieder nicht vorhanden. Gerade im Sommer bei hohen Temperaturen ist es eine Zumutung mit den Bussen weite Distanzen zurück zu legen (z.B. auf den CE-Linien). Es wird Zeit, die wuppertaler Buslinien auszuschreiben um eine bessere Qualität für Kunden zu schaffen.

  2. Dieses Geld fehlt. Es würde vielleicht nicht fehlen, wenn die Stadt Wuppertal ihr Busnetz nach Frankfurter Vorbild ausschreiben würden, denn niemand weiß wie groß das Einsparpotential ist. Gerade im VRR verstehe ich nicht, wieso die Städte und Kreise immer noch dogmatisch an diesen Halbbehörden festhalten. Denn: Wären die so effizient und wirtschaftlich wie sie immer sagen, dann würden sie die Ausschreibungen ja sowieso gewinnen. In Frankfurt allerdings hat die VGF noch nie eine Ausschreibung gewonnen. Warum wohl?

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