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Neue Bus-Waschanlage für MoBiel

30.12.11 (NWL) Autor:Stefan Hennigfeld

Das Bielefelder Verkehrsunternehmen MoBiel hat in der Woche vor Silvester im Stadtteil Sieker eine neue Waschanlage für Busse in Betrieb genommen. Bislang wurden Busse und Stadtbahnen in einer gemeinsamen Anlage gewaschen, die mit Brauchwasser aus einer Wasseraufbereitungsanlage betrieben wurde. Diese wird ab 2012 zu einer reinen Stadtbahn-Waschanlage umgebaut, da die neuen Wagen vom Typ Vamos breiter sind.

Die Halle besteht aus einer etwa 28 Meter langen, sieben Meter breiten und etwa 6,50 Meter hohen Stahlkonstruktion, die mit Trapezblech verkleidet wurde. Die seitliche Überdachung ist etwa 17 Meter lang und ebenfalls acht Meter breit und 6,50 Meter hoch. Im Juli dieses Jahres wurde mit dem Bau der Halle begonnen. Die Tief- und Hochbauarbeiten waren Mitte Oktober beendet. Bis Mitte November wurde die neue Waschanlage eingebaut, so dass Ende November die ersten Busse im Probebetrieb gewaschen werden konnten.

Die neue Bus-Waschanlage wird wie die bisherige Anlage hauptsächlich mit Brauchwasser aus der vorhandenen Wasseraufbereitungsanlage betrieben. Sie reduziert den Frischwasserverbrauch um zirka 60 Prozent. Frischwasser wird nur eingesetzt, um Schlierenbildung zu vermeiden. Für groben Schmutz z. B. bei Winterwetter mit Schnee und Matsch hat MoBiel zusätzlich eine Vorwascheinrichtung und eine Unterbodenwäsche mit Brauchwasser installiert.

Bei der Einfahrt in die Portalwaschanlage wird der Bus durch den Vorsprühbogen vorbehandelt und dann abgestellt. Bei extremer Verschmutzung kann mit einem Hochdruckreiniger zusätzlich noch von Hand vorgewaschen werden. Nachdem das gewünschte Reinigungsprogramm ausgewählt wurde, wird der Bus von zwei Waschbürsten mittels Sensoren und Druckfühlung abgetastet und dabei der Lack gereinigt. Zusätzlich kann die Unterbodenwäsche angewählt werden. Nach der Reinigung wird das Fahrzeug mit einem umweltfreundlichen Schutzmittel behandelt, um es vor Umwelteinflüssen zu schützen.

Bild: Claudia Ohnezorg / MoBiel

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