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GDL fordert branchenweite Wintervorbereitung

21.12.11 (Allgemein) Autor:Stefan Hennigfeld

Der nordrhein-westfälische Bezirksverband der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) fordert eine branchenweite Wintervorbereitung, um böse Überraschungen zu vermeiden. Bereits gestern hatte die Deutsche Bahn ihre verbesserten Maßnahmen für die kalte Jahreszeit vorgestellt, doch insgesamt müssen, so die GDL, nachhaltige Verbesserungen stattfinden – und unternehmensübergreifende Lösungen gefunden werden.“

So hat DB Regio NRW beispielsweise Frostwachen eingerichtet. Dadurch fallen viele zusätzliche Überstunden an – das muss nicht sein. Hintergrund ist, dass etwa bei den Baureihen 423 bis 426 der Stromabnehmer nicht mehr ohne weiteres abgezogen werden kann und daher festzufrieren droht. Hausgemachte Probleme, die nicht sein müssen.

Frank Schmidt, nordrhein-westfälischer GDL-Chef: „Sparen kostet Geld und wer billig kauft, zahlt doppelt. Für die Zukunft sind daher nicht nur die Bahnbetreiber, sondern auch die Nahverkehrsbesteller gefordert, die Qualitätsanforderungen an das Rollmaterial zu erhöhen. Dazu muss die ganze Branche an einem Strang ziehen, Erfahrungswerte austauschen und statt aufwendiger Nacharbeit im Vorfeld dafür sorgen, dass die Züge sowohl hitze- als auch kältebeständig sind.“

Ein Kommentar


  1. Robert Liebling
    21.12.11 um 17:04

    Wenn die nicht streiken, macht das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Die Eisenbahn ist unzuverlässig, unkomfortabel und unwirtschaftlich. Seit ich wieder mit dem Auto fahre habe ich nie wieder einen Zug von innen gesehen und ich bereue es nicht. Ich habe mein VRR-Ticket während des Eurobahn-Chaos 2010 wegen Störung der Geschäftsgrundlage außerordentlich gekündigt. Gern hätte ich einen Musterprozess gegen den VRR geführt, aber die haben wohl gewusst, dass sie gegen mich vor Gericht keine Chance haben würden und aus Angst vor einem Präzendenzfall wurde meine Kündigung gleich anerkannt.

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