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Erixx fährt jetzt pünktlich

20.12.11 (Bremen, Niedersachsen) Autor:Jürgen Eikelberg

Nachdem die wesentlichen Bauarbeiten der DB Netz AG, die den Erixx durch Langsamfahrstellen ausgebremst haben, beseitigt sind und nachdem das Unternehmen einige Verbesserungen in den Umlaufplänen vorgenommen hat, ist der Erixx nun auch in der Hauptverkehrszeit pünktlich.

Eine wesentliche Ursachen der noch verbliebenen Verspätungen in den Hauptverkehrszeiten war die Zugnummer 83909. Der um 5.11 Uhr noch mit der Zugnummer 83902 in Soltau Richtung Buchholz startende Zug, wird ab sofort mit zwei Triebwagen gestärkt, so dass das Ankoppeln um 6.50 Uhr in Soltau Richtung Hannover entfällt. Hierfür waren bisher laut Fahrplan im Bahnhof Soltau fünf Minuten vorgesehen. Wie sich im laufenden Betrieb zeigte, war dies nicht zu realisieren. Durch den größeren Zeitaufwand ergaben sich regelmäßig Verspätungen in den Hauptverkehrszeiten, die sich wiederum auf das gesamte Schienennetz im Heidekreuz auswirkten.

„Wir haben die Wurzel des letzten Übels der Verspätungen gezogen und können den Fahrplan nun auch in den Hauptverkehrszeiten halten“, informiert Erixx Betriebsleiter, Johann Ubben. „Nur noch kleinere Baustellen an den Bahnübergängen zwischen Soltau und Buchholz könnte den Zugbetrieb von erixx: Der Heidesprinter stören. Zwischen Wintermoor und Buchholz wird in drei Baustellen weiterhin nur 80 km statt der geplanten 120 km gefahren. Dies sollte sich aber im normalen Fahrbetrieb wieder ausgleichen lassen“, so Ubben.

Die größten Beschwerden richteten sich gegen das Informationsdefizit an den Bahnhöfen, so Simone Heitmann, Pressesprecherin des Unternehmens. Für die Informationen an den Bahnhöfen ist die Deutsche Bahn Tochte DB Station&Service verantwortlich. Offenbar klappt es hier mit der Kommunikation noch nicht so richtig. Ein Problem, das an vielen kleineren Bahnhöfen mit anderen Bahnbetreibern – auch der DB Regio – zu bemerken ist.

3 Responses

  1. Man sollte bedenken,es können von Station und Service nur durchsagen gemacht werden,wo auch Servicepersonal vor Ort ist und das ,ist nur in Bremen,Hannover und Uelzen der Fall.


  2. Beobachter
    20.12.11 um 18:22

    @ rico

    1. Es gibt noch mehr Informationsmöglichkeiten als Ansagen (die eh kaum eine hört). So gibt es auf vielen kleinen Bahnhöfen LED-Anzeigen, die neben der Uhrzeit auch in Laufschrift die Verspätung anzeigen können.

    2. Durch die „moderne“ Kommunikationstechnologie ist es auch möglich, an unbesetzten Bahnhöfen Durchsagen zu machen. Geht erstaunlich einfach über die ohnehin vorhandenen Telefonleitungen :)und die ohnehin vorhandenen Lautsprecher.

    3. Ein zusätzlicher Personalaufwand ist dazu nicht erforderlich. Selbst an größeren Bahnhöfen (z.B. Düsseldorf Hbf) erfolgt die Ansage über Sprachbausteine, die vom Computer zusammen gefügt werden.

  3. Informationen an kleineren Bahnhöfen sind keine Frage des Könnens.

    Die DB will dort keine Durchsagen mehr machen und hat sich deshalb ein entsprechendes Kategorie-System ausgedacht, damit sie es auch nicht mehr muss und die Anlagen abbauen kann.

    Daher gibt es auch dort keine Durchsagen mehr, wo sowohl Personal, als auch Lautsprechersystem noch funktionstüchtig sind.

    Es ist zwar traurig, dass man sich das von der DB diktieren lassen muss, aber zu einer Trennung von (qualitäts-/leistungsorientiertem) Netz und (wirtschaftlich optimiertem) Betrieb kann man sich ja in der Bundespolitik nicht durchringen, sodass man sich auch gefälligst dort am wenigsten wundern sollte, wo man die Zügel selbst in der Hand hat und zu faul ist, sich einfach mal mit der Thematik ersthaft auseinanderzusetzen.

    Die werten Verkehrsminister halten lieber still und profilieren sich in regelmäßigen Pressekonferenzen durch das Lob des jeweiligen Bahnchefs, der das natürlich alles ganz toll und vorbildlich findet, was der Verkehrsminister alles so (nicht!) macht.

    Es wird Zeit, …

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