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Einigung zwischen GDL und AVG

16.12.11 (Süddeutschland) Autor:Jürgen Eikelberg

Wie die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) mitteilt, hat sie sich mit der Albtal Verkehrsgesellschaft (AVG) nach langen und schwierigen Verhandlungen auf einen Tarifvertrag geeinigt. Dem Abschluss waren mehrtägige Streiks voraus gegangen, die in der Region zu massiven Verkehrsbehinderungen und zu Einnahmeausfällen im Einzelhandel und auf den Weihnachtsmärkten geführt hat.

„Das war ein schwieriger Abschluss nach mehrtägigen Streiks und Marathonverhandlungen“, so der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky: „Am Ende haben wir aber ein gutes Ergebnis erreicht.“

Der Lohn läge auf dem Niveau der inhaltsgleichen Rahmenregelungen, die die GDL schon für 97 Prozent aller Lokomotivführer erreicht hat. Mit dem Betreiberwechseltarifvertrag könne die GDL eine weitere Kernforderung durchsetzen. Dieser Vertrag schütze Lokomotivführer vor dem Arbeitsplatzverlust bei einer Ausschreibung. Die Arbeitszeitregelungen könnten wesentlich sozialer gestaltet werden. Außerdem wurden maßgebliche Zulagen erhöht, so die Gewerkschaft. Die Verträge haben eine Laufzeit bis zum 31. März 2014.

Die Albtal Verkehrsgesellschaft fährt im „Karlsruher Modell“ nicht nur auf eigenen Gleisen mit Straßenbahnwagen, sondern auch auf dem Straßenbahn-Netz in Karlsruhe. Mit den gleichen Fahrzeugen erbringen die auch die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) und die DB Regio Verkehrsleistungen auf dem weit verzweigten Netz des Karlsruher Models. Ein Verlust durch eine Ausschreibung des Arbeitsplatzes ist eher unwahrscheinlich.

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