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Breslauer Platz wieder am Netz

11.12.11 (NVR) Autor:Jürgen Eikelberg

Seit heute, dem 11. Dezember 2011 um 4:42 Uhr hält nach drei Jahren Unterbrechung wieder eine Stadtbahn der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) an der Station Breslauer Platz in Köln. Die Linie 16 fuhr von hier weiter nach Bonn-Bad-Godesberg. Zudem halten dort auch wieder die Linien 5 und 18. Somit hat der Kölner Hauptbahnhof wieder zwei U-Bahn-Stationen. In einem Festakt weihten am 10. Dezember 2011 Jürgen Fenske, Vorstandssprecher der KVB, Horst Becker (Grüne), Staatssekretär im Verkehrsministerium Nordrhein-Westfalen und Jürgen Roters (SPD), Oberbürgermeister der Stadt Köln die Station vor geladenen Gästen ein.

In ihren Ansprachen hoben die Redner die Bedeutung des öffentlichen Nahverkehrs im Allgemeinen und speziell für die Stadt Köln hervor. Der Bau der Nord-Süd-Stadbahn wird mit Mitteln des Landes gefördert.

Die Bauarbeiten stehen im Zusammenhang mit der neuen Nord-Süd-Stadbahn, die dort mit dem übrigen Netz verknüpft wird. Das machte eine völlige Neugestaltung und einen Ausbau der Station um ein drittes Gleis notwendig. Bereits 2004 wurde mit den ersten Arbeiten an der Oberfläche begonnen. Solange es möglich war, wurde der Betrieb der Haltestelle weiter geführt. Von Oktober 2006 bis August 2007 musste der Bereich komplett gesperrt werden und die Linien wurden gebrochen. In dieser Zeit wurde die alte Station abgerissen und der Rohbau des neuen Bahnhofs fertig gestellt. Anschließend durchfuhren die Bahnen den Bereich in einem Schutztunnel.

Die Station Breslauer Platz umfasst 4.800 Quadratmeter und ist mit Aufzügen und Rolltreppen behindertengerecht ausgestattet. Rund 15.000 Reisende täglich werden erwartet.

Neben der großzügigen Gestaltung und der interessanten Architektur wird auch ein Kunstprojekt die Reisenden während der Wartezeit unterhalten. Per Live-Videostream werden Alexander- und Halsbandsittiche gezeigt, die sich in Köln-Stammheim angesiedelt haben.

Die Installation des dänischen Künstlers Tue Greenfort macht auf das Phänomen „NEOBIOTA“ aufmerksam. Mit Zunahme von Handel und Reisenden gelangen auch immer mehr Tiere in neue Lebensräume. Die seit rund 40 Jahren in Köln heimischen Sittiche sind Nachkommen entflogener Haustiere.

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