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Auch 2012 investiert die DB in das Netz

27.12.11 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Im Jahr 2012 bündelt die Deutsche Bahn ihre rund 880 größten Baumaßnahmen in 73 Korridoren und erneuert dabei fast 2600 Kilometer Schienen, 1870 Weichen und zwei Millionen Eisenbahnschwellen. Ziel der bereits im fünften Jahr angewendeten Bündelung ist es, verschiedene Bauarbeiten an einem Streckenabschnitt gleichzeitig auszuführen, um so Anzahl und Dauer baubedingter Sperrungen auf ein Minimum zu reduzieren.

Dabei hat die umfassende und rechtzeitige Information der Bahnkunden absolute Priorität. „Die Kundeninformation haben wir weiter verbessert. Noch mehr baubedingte Fahrplanänderungen sind in den Verkaufs- und Informationssystemen enthalten“, betont Dr. Volker Kefer, Vorstand Infrastruktur der Deutschen Bahn AG. „Wer sich am Schalter oder im Internet informiert, kann sich auf Fahrpläne und Anschlüsse verlassen.“

„Die Modernisierung unseres Schienennetzes kommt gut voran. Die Eisenbahninfrastruktur in Deutschland gehört weiter zu den modernsten der Welt. Wir investieren weiter in die Leistungsfähigkeit. Das ist Voraussetzung für mehr Verkehr auf der Schiene. Unsere Aktivitäten müssen aber durch Investitionen für Aus- und Neubaumaßnahmen ergänzt werden“, erklärt

Dr. Volker Kefer. Mit der Bündelung und einer Berücksichtigung der Baustellen im Fahrplan hat die Deutsche Bahn eine hohe Zuverlässigkeit in der Betriebsführung erreicht. Zusätzliche, baustellenbedingte Verspätungen werden weitgehend vermieden. Für die Kunden bedeutet das eine bessere Planbarkeit und in der Regel keine überraschenden Verspätungen wegen Bauarbeiten.

2011 hat die DB auf den Hauptstrecken und in den Bahnknoten rund 1.700 Weichen und 3,5 Millionen Tonnen Schotter ausgetauscht sowie fast 3.900 Kilometer Schienen und rund 2,6 Millionen Schwellen erneuert. Schwerpunkte der Netzmodernisierung im Jahr 2011 waren die Strecken Berlin–Hannover–Rhein/Ruhr, Hannover–Hamburg, Karlsruhe–Basel und Kassel–Gießen–Frankfurt.

2012 fließen wie im Vorjahr rund 4,4 Milliarden Euro in das bestehende Netz. Schwerpunkte im Jahr 2012 sind die Strecken Hamburg-Bremen-Münster, Hannover-Göttingen, Hamm-Dortmund-Düsseldorf, sowie die Knoten Magdeburg, Leipzig und Erfurt. Dr. Kefer: „Dort wo es Änderungen gibt, informieren wir über Baustellen und Fahrpläne – frühzeitig und zuverlässig.“

Bahnkunden erhalten bei den DB-Verkaufsstellen, am kostenlosen BahnBau-Telefon (Tel. 0800 599 66 55), im Internet und an den DB-Automaten auch für die Baustellenzeiträume Auskünfte auf der Basis des tatsächlichen Fahrplans. Ebenso aktuell und immer an der richtigen Stelle informiert „Max Maulwurf“, der Baustellenbotschafter der DB. Mit Plakaten, Broschüren, Anzeigen und Aushängen (Gesamtauflage 2011: fast 20 Millionen Druckstücke) sind die aktuellen Informationen in den Bahnhöfen, im Zug und in den Tagesmedien präsent.

Die Deutsche Bahn wird jeweils rechtzeitig vor Beginn der Baumaßnahmen Einzelheiten zu den Baumaßnahmen und Fahrplänen regional kommunizieren.

Aktuelle Baustelleninfos auch im Internet unter www.bahn.de/bauarbeiten und für mobile Geräte wie iPhone, Android oder Blackberry sogar unterwegs: bauarbeiten.bahn.de/mobil .

Bild: Christian Bedeschinski, Deutsche Bahn

5 Responses

  1. Und in Stuttgart werden mind. 4,5 MRD EURO für einen Bahnhof rausgeschmissen welcher schlechter sein wird als der aktuelle.

  2. Bitte bei den Fakten bleiben:
    In Stuttgart werden drei Bahnhöfe gebaut und der komplette Knoten neu strukturiert.
    Und selbstredend wird alles schlechter als vorher, da die Bahn nie die Absicht haben wird, Geld zu verdienen.
    Aber egal, zu viele Fakten.

  3. Außerdem dachte ich, dass es auch Grundstückserlöse geben wird, die einen signifikanten Teil der Kosten decken werden, die werden aber von S21-Gegnern immer geleugnet.

  4. Kosten decken, ja aber wessen? Die der Allgemeinheit, die fast alles zahlt? Ha ha ha ha…

  5. Tjaja, es ist schon ein eigenartiges Projekt, wo, wie bei jedem anderen Infrastrukturprojekt auch, die Kosten unterm Strich auf Kunden/Bürger umgelegt werden.

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