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Verkehrsvertrag für Elbe-Elster-Netz unterzeichnet

17.11.11 (Ostdeutschland) Autor:Jürgen Eikelberg

Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) und der Verkehrsverbund Oberelbe (Z-VOE) haben die Linien des Elbe-Elster Netzes nach einer Ausschreibung an die DB Regio AG vergeben. Heute wurde der Verkehrsvertrag unterzeichnet. Damit fährt das Unternehmen bis Dezember 2022 weiter zwischen Südbrandenburg und Dresden. Das Netz Elbe-Elster umfasst die Verkehrsleistungen der Regional-Express-Linien und Regionalbahn-Linien RE 15 Dresden?Hoyerswerda, RE 18 Dresden?Cottbus, RB 31 Dresden?Elsterwerda-Biehla und RB 49 Falkenberg (Elster)?Cottbus.

„Auch mit diesem Vertrag sichern wir für die Fahrgäste im Land Brandenburg und in der Region eine hohe Mobilität auf der Schiene. Und wir haben einen weiteren Schritt zur Umsetzung unserer Selbstverpflichtung getan, schrittweise alle Leistungen im Schienenpersonennahverkehr öffentlich auszuschreiben. Mit der Neuvergabe gelingt es, sowohl Quantität als auch Qualität des SPNV trotz steigender Kosten zu halten“, sagte Staatssekretär Rainer Bretschneider, Staatsekretär im Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg.

VBB Geschäftsführer Hans-Werner Franz: “Die Fahrgäste werden vom neuen Verkehrsvertrag profitieren: Moderne Fahrzeuge, Personal in jedem Zug, Service am Sitzplatz und mehr Komfort für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste – die Qualität im Schienennahverkehr zwischen Südbrandenburg und Dresden wird sich deutlich verbessern.“

Ein Fortschritt in Richtung guter Service für die Fahrgäste im VVO sind zudem die Kundengarantien, die ab 9. Juni 2013 auch im Netz Elbe-Elster gelten: „Sie garantieren unseren Fahrgästen in punkto Pünktlichkeit, Anschlusssicherheit, Sauberkeit und Information ein hohes Qualitätsniveau“, sagte der Verbandsvorsitzende des Z-VOE, Landrat Arndt Steinbach.

Im Verkehrsvertrag sind Qualitätsstandards besonders in den Bereichen Service und Mobilität festgeschrieben. Diese Standards gewährleisten eine hohe Pünktlichkeit, Sauberkeit, Sicherheit der Züge, deren zuverlässige Bereitstellung und Besetzung mit Personal, eine exakte Umsetzung von notwendigen Schienenersatzverkehren und eine zügige Beseitigung von aufgetretenen Schäden an Fahrzeugen.

„Die im Verkehrsvertrag vereinbarten Qualitätskriterien sind eine gute Voraussetzung, das Leistungsangebot für unsere Kunden weiter zu verbessern. Insbesondere die modernen und klimatisierten Fahrzeuge werden unsere Kunden zu schätzen wissen. Zusätzlich schaffen wir für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie für die gesamte Region Planungssicherheit“, erklärte Dr. Joachim Trettin.

Ab Juni 2013 starten die Linien mit neuem Verkehrsvertrag, der einen Umfang von 2,5 Millionen Zugkilometer pro Jahr hat. Zum Einsatz sollen neue einstöckige dreiteilige Elektrotriebzüge des Typs E-Talent 2 der Firma Bombardier sowie neuwertige Lok-Wagen-Züge mit jeweils drei Doppelstockwagen kommen. Die Doppelstockwagen werden dafür im Innenbereich komplett erneuert und modernisiert. Alle Fahrzeuge sind zukünftig klimatisiert.

Ein Kommentar

  1. Ich hoffe, der Vertrag ist besser konstruiert als der der „Saxonia“ Linie DD-L: Völlig überfüllte Züge in der Hauptverkehrszeit, sehr enge Sitze, nicht schleißende Türen, unzureichende Toiletten.
    „Ein Fortschritt in Richtung guter Service für die Fahrgäste im VVO sind zudem die Kundengarantien…“ steht in der Veröffentlichung: hoffentlich werden auch weiterhin ausreichend Sitz- und Abstellplätze zur Verfügung stehen. Die Nutzung des Zuges macht für mich als Pendler nur Sinn, wenn ich ausreichend Platz habe, um dort Studien zu lesen und Texte am Laptop zu schreiben. Ich bitte das zu berücksichtigen.

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