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Kinderspielecken in drei RE-Linien in NRW

28.11.11 (Nordrhein-Westfalen) Autor:Stefan Hennigfeld

In den Linien RE 2 (Münster – Düsseldorf), RE 6 (Düsseldorf – Minden) und RE 7 (Krefeld – Rheine) stehen ab sofort Kinderspielecken zur Verfügung. Bereits von außen erkennbar durch bunte Schriftzüge an den Fenstern, befinden sie sich jeweils in den Steuerwagen der Züge. Die Kundenbetreuer im Nahverkehr halten zudem Buntstifte, Malhefte und Pixi-Bücher bereit.

„Die Zielgruppe Familie hat besondere Bedürfnisse, die spezifisch bedient werden können. Mit dieser Maßnahme wollen wir nicht nur den Eltern, sondern auch unseren Kunden von morgen die Fahrt erleichtern und angenehmer gestalten“ sagt Werner Blöß, Teilnetzmanager für das Express-Netz bei DB Regio NRW. Bis Ende November sollen alle 18 Umläufe dieser drei Linien mit Kinderspielecken ausgestattet sein.

Kinder bis einschließlich fünf Jahre brauchen keinen eigenen Fahrschein, wenn sie in Begleitung eines Erwachsenen oder eines älteren Kindes mit gültigem Fahrausweis unterwegs sind. Diese Regelung gilt in den Verbundtarifen ebenso wie im landesweit gültigen NRW-Tarif. Jedes Jahr werden so 23 Millionen kostenlose Kinderfahrten allein bei der Deutschen Bahn in Nordrhein-Westfalen durchgeführt.

Die Kinderspielecken sind Teil des neuen RE-Konzeptes, das zwischen Dezember 2010 und Dezember 2011 sukzessive eingeführt wird. Es sieht einen sechsten Wagen für die Linien RE 1 (Aachen – Paderborn) und RE 5 (Koblenz – Emmerich) und einen fünften Wagen für die Linie RE 2 (Münster – Düsseldorf) vor. Die Linie RE 2 fährt zudem einen neuen Laufweg und die Linie RE 11 verkehrt erstmals im Stundentakt. Eine für Ende 2014 vorgesehene weitere Leistungsausweitung auf der Linie RE 42 ist jedoch geplatzt und musste um zwei Jahre verschoben werden, weil die rot-grüne Landesregierung nicht bereit ist, den vorhandenen SPNV-Etat aus dem eigenen Haushalt weiter aufzustocken.

Ein Kommentar

  1. Diese Kinderspielecken sind ja nicht gerade der Burner.
    Gelegen direkt hinter der Toilette, die ganz gerne mal intensiv duftet und nur erkennbar durch ein paar Aufkleber wirkt das doch sehr lächerlich und lieblos.

    Und wie soll ich mir das in der Praxis vorstellen?

    Muss ich erst mit meinem Kind durch den halben Zug rennen, um einen möglicherweise vorhandenen Zugbegleiter bitten, mir Bilderbücher herauszugeben, wofür der arme Kerl ggf. auch noch einmal durch den halben Zug laufen muss?
    Nein.Das macht niemand.
    Was bleibt?
    Die bunten Aufkleber.

    Außerdem Kinder wollen sowieso lieber oben sitzen ;-)

    Ich finde es sehr lächerlich, Werbung dafür zu machen.
    Dann doch bitte mehr oder es gleich bleiben lassen.
    Es ist schön, wenn die Zuge Familienfreundlicher werden.
    Aber das werden sie eher durch ein aufmerksames Miteinander als durch diese Aufkleber.

    Und es dauer bis November 2012, bis 18 Aufkleber angebracht und 18 Spiele-/Lese-Sets in den Zügen deponiert werden?

    Ja, Familien haben besondere Bedürfnisse.
    Bei einer solchen Maßnahme erweckt man jedoch den Anschein, dass man nicht verstanden hat, welche Bedürfnisse Familien im Zug haben.

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