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Infrastruktur-Verbesserungen im Allgäu

13.11.11 (Bayern) Autor:Stefan Hennigfeld

Entlang der Eisenbahnstrecke Kempten – Lindau wird es in den kommenden drei Jahren weitere Modernisierungen geben. Eine entsprechende Vereinbarung haben DB Netz und das Bayerische Wirtschafts- und Verkehrsministerium geschlossen. Kernpunkt ist der Oberstaufener Eisenbahntunnel, der nach der politischen Intervention – entgegen früherer Planungen – zweigleisig bleiben wird. Wie viel Steuergeld DB Netz dafür vom Freistaat erhält, ist nicht bekannt.

Der Haltepunkt Oberstaufen soll bis Ende 2013 wieder zum Bahnhof werden. Verkehrsminister Martin Zeil (FDP) ist zufrieden: „Mit den jetzt vereinbarten Baumaßnahmen wird die Eisenbahninfrastruktur im Allgäu auch nach Inbetriebnahme der Neigetechnik im Dezember 2011 weiter gestärkt. Davon profitieren gerade die Tourismusziele entlang dieser Strecke.“

Insgesamt werden zehn Millionen Euro investiert. 1,5 Millionen Euro kommen aus Konventionalstrafen, die die Eisenbahnverkehrsunternehmen für Schlecht- und Nichtleistungen zahlen mussten. (Pönale). So kann DB Netz von den Versäumnissen der Konzernschwester DB Regio profitieren. Die übrigen 8,5 Millionen Euro stammen „von Bund und Bahn“, wie es heißt. Der genaue Eigenanteil der Deutschen Bahn bleibt geheim.

Der Oberstaufener Tunnel wird dahingehend erweitert, dass er sowohl von Doppeldeckerwaggons als auch von bestimmten Güterwagen durchfahren werden kann. Auch die allgemeine Geschwindigkeitsbegrenzung von derzeit 30km/h wird aufgehoben. Es wird jedoch eine sechsmonatige Tunnelsperrung von April bis Oktober 2014 geben. DB Netz wird jedoch sicherstellen, dass es keine zeitgleichen Bauarbeiten auf der Parallelstrecke über Memmingen gibt.

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