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Erweitertes Angebot zum Fahrplanwechsel bei der S-Bahn Berlin

29.11.11 (Berlin) Autor:Stefan Hennigfeld

Zum Fahrplanwechsel am übernächsten Sonntag soll es bei der S-Bahn Berlin weitere Verbesserungen geben. So ist vorgesehen, dass auf den Linien S 3, S 5 und S 7 grundsätzlich wieder Acht-Wagen-Züge verkehren. Die Linie S 45 fährt ganztägig zwischen Südkreuz und Flughafen Schönefeld, so dass vom Stadtgebiet zum Flughafen gemeinsam mit der Linie S 9 ein Zehnminutentakt realisiert werden kann.

Die Linie S 9 fährt auch im Abend- und Spätverkehr bis Pankow und nicht nur bis zur Greifswalder Straße. Die S 47 fährt tagsüber von Spindlersfeld bis Hermannstraße und abends bis Schöneweide, um dort Anschluss an die Linie S 46 herzustellen. Zwischen Nordbahnhof und Gesundbrunnen sowie zwischen Grünau und Zeuthen wird das zusätzliche Angebot der Linien S 8 und S 25 im morgendlichen Berufsverkehr ausgeweitet.

Auf der Stadtbahn werden die Linien S 3, S 5 und S 75 neu geordnet. Die Linie S 5 fährt ganztägig im Zehnminutentakt bis Spandau, künftig auch samstags ab 5 Uhr 30 sowie an Sonn- und Feiertagen ab 7 Uhr 30. Auf dem östlichen Streckenabschnitt wird der Zehnminutentakt über Mahlsdorf hinaus bis Hoppegarten verlängert, am Wochenende bis 20 Uhr.

Die Linie S 75 bietet bis zum Westkreuz in der Spitzenlastzeit ebenfalls einen Zehnminutentakt an, in der übrigen Zeit und am Wochenende endet jeder zweite Zug am Ostbahnhof. Wegen des Baufortschritts am Ostkreuz und dem Umbau der Gleisanlagen bis zum Ostbahnhof vom Parallel- auf den Richtungsbetrieb endet die Linie S 3 aus Erker kommend längere Zeit am Ostbahnhof.

In der Nacht gelten künftig dieselben Linienführungen wie am Tage. Die Linien S 5 und S 7 bilden zwischen Westkreuz und Lichtenberg gemeinsam einen Viertelstundentakt. Die Nachtanschlüsse innerhalb des S-Bahnnetzes, aber auch zur BVG, bleiben dabei erhalten. Die Linie S 75 fährt nachts zwischen Lichtenberg und Wartenberg.

Bild: Deutsche Bahn AG

4 Responses


  1. S-Bahn-Orakel
    29.11.11 um 12:13

    Ohne auf Einzelheiten einzugehen: Um 4-Wagen-Züge anzubieten, benötigt man Fahrzeuge. Um Mehr-Kilomter anzubieten, Triebwagenführer. An beidem fehlt es bei der S-Bahn und zum 11.12. wird kein Wunder geschehen. Warum werden also seit Wochen Dinge versprochen, von denen alle wissen, dass sie nicht zu halten sind?


  2. Uebelkraehe
    29.11.11 um 17:15

    nun, da steht: grundsätzlich ist vorgesehen. Da ist natürlich ein grundsächliches nachhaltiges Wunder eingeplant. Wobei Wunder grundsätzlich selten nachhaltig sind…
    Aber eins ist sicher: ich werde ein Jahr lang grundsätzlich nicht planmäßig von Friedrichshagen nach Charlottenhof fahren können!


  3. S-Bahn-Orakel
    12.12.11 um 09:16

    Gestern war der erste Tag des neuen Fahrplans und einige der „kundenfreundlichen Umstellungen“ werden jetzt klarer.

    So sind es während 20 Minuten nur noch 4 – statt früher 5 – Züge, die auf der Stadtbahn unterwegs sind. Und zwar im Wechsel die S5 und die S7. Einsparung im Sonntagsverkehr: 20 % der Züge. Das führt am Ende der Linien zu erheblichen Verspätungen, die insbesondere die Fahrgäste in Potsdam zu spüren bekommen. Denn schließlich ist die Strecke Wannsee-Potsdam eingleisig mit Überholstellen an den Bahnhöfen.

    Ein Beispiel – und sicher nicht das Einzige: Der Zug 18.12 h ab Wannsee Richtung Potsdam fiel aus, der Zug 18.22 ab Wannsee erschien bereits dort mit 5 Minuten Verspätung.

    Die Auswirkungen während des Berufsverkehrs werden wir im Laufe der Woche gewiß noch zu lesen bekommen.


  4. Ex-Bahner
    12.12.11 um 13:07

    Gibt es für diese Verarsche eigentlich wieder einen vom VBB auf die Finger?
    Immerhin hat die S-Bahn Berlin einen gewissen „Grundfahrplan“ versprochen und diesen unterzeichnet. Ich habe die Änderungen jetzt nicht detailliert im Kopf. Es klingt aber eher nach einer Verschlimmbesserung. Während Randgebiete vllt. einmal mehr die Stunde befahren werden, wird der Plan auf der Stadtbahn ausgedünnt. Da bringt der Viertezug am Ende zusätzlich auch keine Mehrkapazität. Es ist jedes Mal ein Lotteriespiel, wo man sich am Bahnsteig hinstellt.
    Leider ist der Mensch ein Herdentier. So habe ich es oft erlebt, dass in einem Viertelzug die Leute gestapelt wurden und ein Viertelzug dahinter sogar noch Sitzplätze frei waren.

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