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Deutsche Bahn begrüßt Pläne zu verlängerten Öffnungszeiten im Berliner Hauptbahnhof

03.11.11 (Berlin) Autor:Stefan Hennigfeld

Die Deutsche Bahn begrüßt die Planungen des neuen schwarz-roten Senates, die Sonntagsöffnung der Geschäfte im Berliner Hauptbahnhof auszuweiten. Der bisherige rot-rote Senat erlaubte zwar Sonntagsöffnungen in den Flugbahnhöfen Tegel und Schönefeld, nicht aber im Hauptbahnhof. Ausschließlich Läden für Reisebedarf, wie Getränke oder Zeitschriften, dürfen öffnen, nicht aber Apotheken oder Warenhäuser.

André Zeug, Vorstandsvorsitzender bei DB Station und Service: „Der größte Kreuzungsbahnhof Europas ist ein Anziehungspunkt für zahlreiche Touristen. Er wird tagtäglich von Tausenden Reisenden und Besuchern angesteuert. Dass viele Geschäfte an Sonntagen nicht mehr öffnen dürfen, ist einer Weltstadt wie Berlin nicht würdig, zumal das in anderen deutschen Großstädten schon seit langem selbstverständlich ist. Daher würden wir es begrüßen, wenn die Berliner Politik die Sonntagsöffnung erweitert.“

Ein paar Vergleiche: In der Grand Central Station in New York City haben die Geschäfte sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet, im Bahnhof St. Pancras in London von 9 bis 21 Uhr und im Bahnhof Termini in Rom sogar von 8 bis 22 Uhr. Auch in vielen anderen Großstadtbahnhöfen in Deutschland ist Sonntagsöffnung in den Hauptbahnhöfen Gang und gäbe – bislang nur in Berlin nicht.

Was die DB AG nicht sagt, ist dass die Geschäfte abends auffallend früh schließen. So ist es beispielsweise nachts um zwölf wie ausgestorben, während zur selben Zeit etwa am Düsseldorfer Hauptbahnhof noch der Bär steppt. Aber das liegt vielleicht auch daran, dass es Unterschiede gibt zwischen natürlich gewachsenen Hauptbahnhöfen im Stadtzentrum und einem außerhalb gelegenen Planbahnhof.

Ein Kommentar

  1. Schade, dass sich in München nichts in dieser Hinsicht tut. Ganz im Gegenteil, es könnten bald noch die fast einzigen Einkaufsmöglichkeiten außerhalb der sehr strengen bayerischen Ladenöffnungszeiten wegfallen – die Tankstellen, an denen dann nur noch Autofahrer und Beifahrer Reisebedarf kaufen dürfen. Da gibt es jetzt schon Regelungen, dass man zwar ein Sixpack kaufen darf, aber keinen ganzen Kasten, es sei denn, es fährt ein ganzer Reisebus vor, der aber kein Kleinbus sein darf. Kein Witz, auch wenn die Überwachung schwierig wird.

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