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DB Arriva übernimmt Grand Central Railway in Großbritannien

04.11.11 (Europa) Autor:Stefan Hennigfeld

Die DB-Tochter Arriva, unter deren Dach die Aktivitäten des Konzerns im Personenverkehr außerhalb Deutschlands gebündelt sind, hat den britischen Schienenverkehrsbetreiber Grand Central Railway übernommen. Die Höhe des Kaufpreises wurde nicht genannt. Das Unternehmen ist im Open Access Bereich tätig, d.h. bedeutet, es betreibt eigenwirtschaftlichen Fernverkehr ohne Bestellerentgelte.

Rund 700.000 Fahrgastfahrten kann das Unternehmen jährlich in den Zügen zwischen London und den nordenglischen Städten Bradford, Halixfax und Sunderland verzeichnen. Arriva ist bereits mit den Marken Croxx Country, Arriva Trains Wales, Chiltern Railways, Tyne and Wear Metro aktiv und darüber hinaus am Joint Venture London Overground Rail Operations (LOROL) beteiligt. Dort jedoch operiert man im bestellten Nahverkehr.

Ulrich Homburg, Personenverkehrsvorstand der Deutschen Bahn, ist zufrieden: „Mit den eigenwirtschaftlichen Verkehren von Grand Central ergänzen wir unser bestehendes Geschäft auf Grundlage von Verkehrsverträgen optimal. Das Unternehmen genießt einen ausgezeichneten Ruf unter seinen Fahrgästen und wird sich künftig zu einem wichtigen Bestandteil unseres Angebotes in Großbritannien entwickeln.

Ein Kommentar

  1. Bei Cro’ss’Country (eine Krux gibt es hierbei nicht) kann man wohl nur bedingt von Nahverkehr sprechen, dreizehneinhalb Stunden (Aberdeen – Penzance, längster Zuglauf in GB) pendelt selbst der Engländer nicht zur Arbeit.
    „Bestellen“ trifft es auch nicht zu hundert Prozent, die meisten „EVUs“ würden sich darum reißen ihr Angebot auszuweiten und somit etwas mehr vom dicken Erlöskuchen abzubekommen.
    Ansonsten bleibt zu hoffen, dass Arriva die schöne orange-schwarze GC-Lackierung nicht durch Corporate Mintgrün ersetzt.

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