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Wieder Attacken auf Fahrgäste der U-Bahn in Berlin

15.10.11 (Berlin) Autor:Jürgen Eikelberg

Ist es noch ratsam, nachts mit der U-Bahn in Berlin zu fahren? Wieder gab es in Berlin brutale Attacken gegen Fahrgäste. Sowohl ein Pärchen, als auch ein junger Mann wurden brutal geschlagen. Wie die Rheinische Post heute berichtet, wurde ein Pärchen am frühen Samstagmorgen in Wedding von sechs Männern attackiert.

Die sechs Männer hatten der Polizei zufolge den 21-jährigen und seine 20-jährige Begleiterin zunächst verbal angegriffen. Als das Paar die Plätze wechseln wollten, erhielt der Mann mehrere Faustschläge ins Gesicht. Als die 20-Jährige ihrem Freund in der U 6 in Richtung Alt-Tegel zu Hilfe eilte, wurde sie von den Unbekannten geschubst.

Die Angegriffenen baten daraufhin andere Fahrgäste um Unterstützung, doch es schritt niemand ein. Am Bahnhof Afrikanische Straße gelang es dem Paar auszusteigen. Die Täter fuhren weiter. Der Mann erlitt einen Nasenbeinbruch und musste stationär behandelt werden, seine Freundin wurde ambulant behandelt.

Ein weiterer Vorfall ereignete sich am der U-Bahnstation Hellersdorf. Dort schlug ein 18-jähriger mehrfach auf einen 17-jährigen ein. Ein 23-jähriger Mann stellte sich schützend vor den Jüngeren.

Alarmierte Polizisten nahmen den betrunkenen Schläger fest, der der Polizei bereits als sogenannter Intensivtäter bekannt ist. Bei ihm fanden die Beamten auch ein Klappmesser sowie einen Schlagring.

6 Responses

  1. Doe Täter hiessen garantiert Sven, Malte-Benjamin und Björn und kamen
    von der Walldorfschule. …Ja wir haben ein Problem mit gewissen Kreisen.

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  4. „Ist es noch ratsam, nachts mit der U-Bahn in Berlin zu fahren?“

    Ja, natürlich. Denn die Wahrscheinlichkeit in der Berliner U-Bahn schaden zu nehmen ist nach wie vor gering – wo Hunderttausende fahren, passiert halt mehr als in Kleinkleckersdorf. (Allerdings würde auch ich mir deutlich mehr Präsenz von Ordnungskräften wünschen.)

  5. @ WorldEx

    Sicher ist der prozentuale Anteil der Opfer solcher Übergriffe gemessen an den Fahrgastzahlen sehr gering und es hätte auch jede andere deutsche Metropole dort stehen können. Berlin und München tun sich hier aber besonders hervor.

    wo Hunderttausende fahren, passiert halt mehr als in Kleinkleckersdorf

    Das kann keine Erklärung und auch keine Entschuldigung sein. Ich bin in meiner Jugend auch mit Freunden durch die Kneipen gezogen, aber wir brauchten niemals Angst zu haben, grundlos geschlagen zu werden. Die Hemmschwelle zur Gewalt war höher und wenn, dann schlugen sich die Gangs untereinander.

  6. Wie die Eweiggestrigen (auch bekannt als: „Bei Adi früher war alles besser“) von PI so gerne auf diese Artikel anspringen. :D

    Natürlich fahre ich weiter U-Bahn, immer noch unwahrscheinlicher dort zusammengeschlagen zu werden, als unter einem Auto ums Leben zu kommen, weil ein Prollo sein Auto nicht unter Kontrolle hatte.

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