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VVO-Preiserhöhung tritt kommenden Dienstag in Kraft

26.10.11 (Sachsen) Autor:Stefan Hennigfeld

Die Fahrpreiserhöhung des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO) tritt am kommenden Dienstag, den 1. November in Kraft. Die Preise werden um durchschnittlich 2,7 Prozent erhöht. Der VVO liegt eigenen Angaben zufolge im nationalen Vergleich in etwa im Mittelfeld, berücksichtigt bei dieser Berechnung aber sehr wahrscheinlich nicht die regional unterschiedlichen Lebenshaltungskosten. Alte Tickets können noch bis zum 31. Januar abgefahren werden. Bis Ende März können alte Tickets zum alten Preis umgetauscht und die Differenz nachgezahlt werden.

Mit der Fahrgelderhöhung wurden die teilweise deutlich gestiegenen Kosten der Verkerhsunternehmen aufgefangen, etwa in puncto Energie auch bei den Infrastrukturnutzungsgebühren der Deutschen Bahn. Die Treibstoffpreise stiegen innerhalb Jahresfirst um 10,9 Prozent, die Kosten für den Bahnstrom um 7,1 Prozent. Auch die Löhne der Mitarbeiter sind nach längeren Nullrunden 2010 deutlich gestiegen, im Gegenzug sind die Fahrzeugförderungen durch den Freistaat gesunken, so dass die Busunternehmen einen höheren Eigenanteil bei der Erneuerung ihres Fuhrparkes haben.

Auch wettbewerbstechnisch lief nicht alles glatt. Die S-Bahn Dresden wurde zwar formal ausgeschrieben, tatsächlich war es jedoch eine „heimliche Direktvergabe“. Der Freistaat Sachsen hat sich erst zur Hälfte an der Anschaffung des Rollmaterials durch DB Regio beteiligt und dann durfte sich das Unternehmen mit diesen Zügen bei der Ausschreibung bewerben. Andere Bieter hätten auch keine Chance gehabt, zwischen der Vertragsunterzeichnung im Juni 2010 und dem Betriebsstart im Dezember 2010 Züge zu beschaffen. Wie viel Sparpotential dort vorhanden ist, darüber kann nur spekuliert werden.

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