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Verkürzte Fahrzeiten und neue Direktverbindungen ab dem Fahrplanwechsel im Dezember

19.10.11 (Fahrplanänderungen) Autor:Jürgen Eikelberg

Mit dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2011 wird die Deutsche Bahn im Fernverkehr mehr Direktverbindung anbieten. Zudem verkürzen sich die Fahrtzeiten durch höhere Geschwindigkeiten auf einigen Relationen und die Anschlüsse werden optimiert.

Durch die höhere Geschwindigkeit auf der Strecke Augsburg–München verkürzt sich die Fahrzeit von München zum Beispiel nach Augsburg, Stuttgart, Mannheim und Karlsruhe um vier bis sechs Minuten. Viele ICE-Züge von München über Augsburg nach Nürnberg und weiter nach Berlin können sogar um bis zu 13 Minuten beschleunigt werden. Damit verbessern sich auch die Anschlüsse an den Regionalverkehr zwischen München und Garmisch-Partenkirchen und aus dem Allgäu.

In Rheinland-Pfalz erhalten Speyer, Germersheim und Schifferstadt erstmals eine umsteigefreie Intercity-Verbindung nach Frankfurt (Main), die Reisende morgens (Ankunft 7.19 Uhr) hin und am Abend (Abfahrt 17.40 Uhr) wieder zurück bringt.

In einigen Städten bietet die Deutsche Bahn zusätzliche Direktverbindungen an. Beispielsweise wird montags bis freitags zusätzlich ein ICE von München (Abfahrt 12.50 Uhr) über Nürnberg (Abfahrt 14.00 Uhr) und Frankfurt (Main) (Abfahrt 16.10 Uhr), Köln Messe/Deutz sowie Düsseldorf nach Essen (Ankunft 18.02 Uhr) verkehren.

Mittelhessen (zum Beispiel Gießen und Marburg) wird nun auch unter der Woche durch ein Intercity-Zugpaar umsteigefrei an Berlin (Ankunft 11.56 Uhr / Abfahrt 13.58 Uhr) angebunden. Sonntags verkehrt ein weiterer Intercity-Zug in der stark nachgefragten Zeitlage von Berlin (14.57 Uhr) über Hannover nach Frankfurt (Main) (19.32 Uhr) und Stuttgart (21.46 Uhr).

Darüber hinaus ist an Wochenenden eine umsteigefreie ICE-Verbindung zwischen Passau/Plattling/Regensburg und Leipzig/Berlin vorgesehen.

Das Streckennetz des City Night Line (CNL), des Nachtreisezugs der Deutschen Bahn, wird ebenfalls um eine Route erweitert. Die neue tägliche Linie Kopenhagen–Prag ermöglicht Reisenden aus Berlin oder Dresden über Nacht nach Kopenhagen zu fahren. In der Gegenrichtung bietet der CNL Fahrgästen aus Norddeutschland eine komfortable Anbindung nach Prag.

Die saisonalen CNL-Verbindungen in die Wintersportgebiete vom 16. Dezember 2011 bis 14. April 2012 bleiben bestehen und ermöglichen Wintersportfans eine bequeme Anreise in die Skigebiete.

Neue zusätzliche Halte bei bereits bestehenden Verbindungen ermöglichen mehr Direktverbindungen. So verbessert sich für Rosenheim mit dem Halt eines railjet-Zugpaars morgens (Abfahrt 8.02 Uhr) und abends (Ankunft 21.55 Uhr) die Anbindung von und nach Salzburg, Wien und Budapest.

Ab Ende März 2012 wird das Angebot nach Frankreich weiter verbessert. In Kooperation mit der SNCF startet die DB eine Direktverbindung zwischen Frankfurt (Main) und Marseille unter anderem über Mannheim, Karlsruhe, Baden-Baden, Straßburg, Mühlhausen, Lyon, Avignon und Aix-en-Provence. Zunächst wird es eine tägliche Hin- und Rückverbindung mit dem neuen Doppelstockzug TGV 2N2 geben. In Frankfurt (Main) wird der Zug um 14.01 Uhr abfahren und Marseille um 21.46 Uhr erreichen. In der Gegenrichtung geht es um 8.14 Uhr in Marseille los, Ankunft in Frankfurt (Main) ist 15.58 Uhr.

Im Verkehr nach Italien gibt es ebenfalls eine Verbesserung: Von April bis Oktober wird samstags und sonntags zusätzlich zu der bestehenden täglichen Verbindung München–Verona ein Eurocity von München über Verona hinaus bis nach Venedig verlängert.

Die Verbindungen des neuen Fahrplans sind ab dem 18. Oktober buchbar. Beim Kauf bis zum 10. Dezember bietet die DB alle Fahrkarten noch zu den aktuell gültigen Preisen an. Kunden haben so die Möglichkeit, ihre Tickets zum Beispiel für die Weihnachtsreise noch vor den Preisanpassungen zum 11. Dezember zu kaufen. Buchungen sind drei Monate im Voraus möglich.

Ein Kommentar


  1. Bahnfahrer
    19.10.11 um 17:38

    Das hört sich durchaus gut an. Es sind aber noch viele andere Verbesserungen nötig. Ich fahre häufig die IC-STrecke von Düsseldorf nach Hamburg und zurück, auf der vor Jahren die Anzahl der 1. Klasse Wagen von früher drei auf zwei reduziert wurde. Dies bedeutet, dass einige Verbindungen, vor allem am Nachmittag zur Hauptverkehrszeit sehr stark besetzt sind, vor allem die 1. Klasse. Es fällt auch häufiger mal ein 1. Klasse Wagen aus oder die Klimaanlage ist defekt, sowohl im Sommer wie im Winter. Häufig fehlt auch das Bord-Bistro, weil defekt.
    Auf der anderen Seite laufen zu 2. Klasse deklassierte 1. Klasse Wagen in IC-Zügen und die DB kauf von der Schweizer Bahn 1. Klasse-Wagons.

    Die Deutsche Bahn muss noch viel tun. Aber demnächst fährt ja demnächst der HKX-Express, der hoffentlich einen besseren Service und mehr bietet.
    Die IC-Strecke Hamburg Köln ist aus meiner Reisendensicht seitens der DB arg vernachlässigt.

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