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ÖBB bestellen Leit- und Sicherungstechnik für die Nordbahn bei Siemens

18.10.11 (Europa) Autor:Stefan Hennigfeld

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) haben nach EU-weiter Ausschreibung Siemens als Bestbieter mit der Ausrüstung der Nordbahnstrecke mit dem europäischen Zugsicherungssystem ETCS beauftragt. Bis Dezember 2013 sollen 87 Streckenkilometer und elf Bahnhöfe zwischen Lundenburg in Tschechien und Wien mit moderner Leit- und Sicherungstechnik ausgestattet werden. Die Strecke ist Teil des ERTMS Korridor E, der von Dresden nach Konstanza in Rumänien verläuft.

Franz Seiser, Vorstand der ÖBB-Holding AG, ist zufrieden mit dem neuen Lieferanten: „Siemens ist ein weiterer sehr wichtiger Partner für uns auf dem Weg zu einer neuen Ära der Zugsicherung- und Steuerung. Mit dem Bahnbetrieb auf Basis ETCS zählen die ÖBB gemeinsam mit der Schweiz und den skandinavischen Staaten europaweit zu den Technologieführern.“

Auch Arnuf Wolfram, Verantwortlicher für den Bereich Siemens Infrastructure & Cities freut sich: „Unser neues System Trainguard 200 RBC kommt somit in Österreich zum ersten Mal weitweit zum Einsatz und das bei einem der größten österreichischen Unternehmen und wichtigem Siemens-Kunden. Der erfolgreiche Auftragsabschluss bestätigt die große Nachfrage nach maßgeschneiderten Produkten und Lösungen für Städte und den öffentlichen Verkehr.“

Ende 2013 werden ÖBB-weit 585 Streckenkilometer mit ETCS Level 1 oder 2 ausgestattet sein. Bis 2021 werden dann Südbahn und Westbahn dazukommen – ausgenommen der mit LZB ausgestattete Abschnitt von St. Pölten nach Linz. Die Bestandsstrecke Wels – Passau wird Ende 2011 mit ETCS betrieben werden, die Strecken Wien – St. Pölten und Attnang-Pucheim – Salzburg ab Ende 2012.

Bild: ÖBB

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