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In Duisburg entsteht eine neue Drehscheibe für den kombinierten Verkehr

14.10.11 (Güterverkehr) Autor:Jürgen Eikelberg

Im Rahmen des Konjunkturprogramms der Bundesregierung entsteht in Duisburg Ruhrort Hafen eine neue Drehscheibe für den Kombinierten Verkehr (KV). Das Terminal wird in mehreren Baustufen realisiert. In den Baustufen 1 und 2 werden mit einem Investitionsvolumen von rund 45 Millionen Euro zunächst die Anlagen für den Umschlag Schiene – Schiene realisiert. Das Terminal soll 2013 in Betrieb gehen.

„Dies ist gut angelegtes Geld, denn das neue Terminal ist eine wichtige Voraussetzung, um der steigenden Nachfrage im Güterverkehr gerecht zu werden und zu einer weiteren Verlagerung des Verkehrs auf die umweltfreundliche Schiene beizutragen“, so Bringfried Belter, Leiter Vertrieb und Fahrplan der DB Netz AG, Regionalbereich West, im Rahmen eines Baustellentermins am am 13. Oktober 2011. „Duisburg als Handels- und Verkehrsdrehscheibe der Rhein-Ruhr Region wird mit dieser neuen Anlage ihre Rolle als Logistikdrehscheibe von europäischem Format weiter stärken“.

Die Gesamtmaßnahme umfasst sieben Gleise mit einer Länge von je 700 Metern einschließlich zweier Portalkräne. In der ersten Baustufe erfolgt der Bau von vier Umschlaggleisen mit der dazu notwendigen technischen Ausrüstung, wie Gleisfeldbeleuchtung, Gebäude, Oberleitung und Signaltechnik. Die Arbeiten sollen Anfang 2012 abgeschlossen sein. In einer weiteren Baustufe erfolgen der Aufbau und die Inbetriebnahme von zwei Portalkränen für den Umschlag Schiene – Schiene. In weiteren Baustufen kann die Kapazität nachfrageorientiert auch für den Umschlag Schiene – Straße erweitert werden.

Das Terminal befindet sich auf dem ehemaligen Gelände des Rangierbahnhofs Duisburg-Ruhrort Hafen, im Ortsteil Meiderich. Im Terminal sollen vor allem Containerverkehre aus den internationalen ARA-Häfen (Antwerpen, Rotterdam, Amsterdam), insbesondere Rotterdam, umgeschlagen werden. Mit der KV-Drehscheibe Duisburg soll eine optimale Verzahnung der regionalen KV-Anlagen mit den internationalen Wirtschaftszentren hergestellt werden. Darüber hinaus ist vorgesehen, beginnend mit einem Zug pro Tag, das Sauerland mit der Drehscheibe zu verknüpfen.

Bild: Volker Emersleben, Deutsche Bahn AG

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