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Gewalt und kein Ende?

31.10.11 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Es ist nur eine kleine Meldung auf Express.de, aber sie passt in das Bild von Gewalt im öffentlichem Raum, speziell im Nahverkehr. Auch wenn viele Kritiker glauben, dass Videoüberwachung nur ein Gefühl von Sicherheit geben, diese aber nicht erhöhten, kann sie dazu beitragen, Täter dingfest zu machen. Denn das auch Zugpersonal nicht vor Übergriffen sicher ist, dürfte sicher auch bekannt sein.

Was war geschehen? Ein Zugbegleiter der Mittelrheinbahn der Linie MRB 26 wurde von einem Schläger mit einem Totschläger angegriffen, als er seinen Fahrschein vorzeigen sollte. Der Angriff misslang nur deshalb, weil ein Begleiter ihn zu Seite schubste. Dabei entstand nur Sachschaden, weil nur eine Glasscheibe zu Bruch ging.

Daher wertete das Gericht dies als einen nicht so schwer wiegenden Fall. Erst jetzt, nach acht Monaten gab ein Richter das Foto zur Veröffentlichung frei. Gesucht wird der junge Mann mit schwarzer Mütze und der roten Kapuzenjacke. Hinweise an die Bundespolizei unter 0800/6 888 000 (kostenlos aus dem Festnetz und allen Mobilfunknetzen)

Bild: Polizei

4 Responses


  1. Robert Liebling
    31.10.11 um 12:19

    Öffentliche Verkehrsmittel sind ein Hort für Gewalt und Verbrechen. Nicht nur deshalb bin ich froh, meine Abokarte beim VRR gekündigt zu haben. Ich fahre jetzt wieder mit dem Auto, denn da braucht niemand Angst zu haben. Ich kann nur jedem raten, es gleich zu tun.


  2. Bahnfahrer
    31.10.11 um 14:06

    Diese Äußerungen sind pauschal und unsachlich. Das kann man so nicht im Raum stehen lassen. Ich fahre sehr viel Bahn und kann das nicht bestätigen.

    Ich fahre auch Auto und muss mich insbesondere auf der Autobahn vor der rücksichtlosen Fahrweise anderer Fahrer in Acht nehmen, schneiden, rechts überholen, riskante Manöver usw. usw. Auch im Stadtverkehr wird noch bei rot über die Ampel gefahren und wird man als Fußgänger gefährdet, weil einige wenige Autofahrer meinen, Fußgänger seien Freiwild.

    Pauschale Urteile sind nicht hilfreich.

  3. Ein Glück(Achtung, Ironie!), dass man beim Auto eine viel höhere Todeswahrscheinlichkeit hat… aber Hauptsache mal wieder billige Autopropaganda gemacht.