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Bahn erhöht Preise im Dezember 2011

13.10.11 (Fernverkehr) Autor:Stefan Hennigfeld

Alle Jahre wieder kommt im Dezember nicht nur der Weihnachtsmann, sondern auch die Fahrpreiserhöhung bei der Deutschen Bahn. Während mal im vergangenen Jahr nach Winterchaos und Hitzeschäden ausnahmsweise darauf verzichtet hat, wird es in diesem Jahr neuerliche Preissteigerungen geben. Im Fernverkehr beträgt sie durchschnittlich 3,9 Prozent, im Nahverkehr sind es 2,7 Prozent. Die Inflationsrate liegt aktuell bei 2,6 Prozent.

Ulrich Homburg, Personenverkehrsvorstand der Deutschen Bahn: „Der moderate Anstieg der Fahrpreise soll auch weiterhin eine komfortable, umweltgerechte und vor allem preisgünstige Mobilität für alle ermöglichen. Daher haben wir uns auch bewusst für eine Preiserhöhung im Nahverkehr unter dem Niveau der großen Verkehrsverbünde entschieden und haben im Fernverkehr auf eine Verteuerung der Sparpreise verzichtet.“

Die Sparpreise im Fernverkehr bleiben unverändert. Er ist ab 29 Euro für eine einfache Fahrt in der zweiten Klasse (ab 49 Euro in der ersten Klasse) verfügbar und bei Kurzstrecken bis zu 250 Kilometer ab 19 Euro. Mit der BahnCard 25 ist hier ein Rabatt möglich, mit der BahnCard 50 ist das nicht der Fall. Die Sparpreise 25 und 50 mit Hin- und Rückfahrt und Wochenendbindung werden bis zum 31. Dezember eingestellt und stehen somit für den Weihnachtsverkehr nicht zur Verfügung.

Sitzplatzreservierungen kosten vom 11. Dezember an einheitlich vier Euro – in der ersten, wie auch in der zweiten Klasse. Es spielt dabei auch keine Rolle mehr, ob die Reservierungen im Reisezentrum, in externen Reisebüros, telefonisch, im Internet oder am Automaten erfolgt. Der Maximalpreis im Fernverkehr für die einfache Fahrt in der 2. Klasse steigt von 129 auf 135 Euro. Das betrifft etwa die Fahrkarte von Berlin nach Freiburg im Breisgau.

Die DB-Angebote im Nahverkehr verteuern sich um durchschnittlich 2,7 Prozent. Das betrifft etwa das Wochenendticket, das Quer-durchs-Land-Ticket oder die Ländertagestickets. Hier sind jedoch etwa achtzig Prozent der Nahverkehrsfahrten nicht betroffen, da diese unter die Regelungen der Verbundtarife fallen, die ihre Preise separat festlegen. Im Regelfall sitzt die Deutsche Bahn dort allerdings als Verkehrsunternehmen mit Sitz und Stimme in den Verbundgremien, die die Fahrpreise festlegt und hat daher ebenfalls Einfluss auf die Gestaltung.

Die Jugend-BahnCard 25 bleibt mit einer einmaligen Bearbeitungsgebühr von zehn Euro gültig bis zum 18. Lebensjahr. Das gilt auch für die ermäßigte BahnCard 25 für Schüler, Studenten und Senioren. Die reguläre BahnCard 25 kostet 59 Euro, die BahnCard 50 420 Euro. Die BahnCard 100 kostet 3.990 Euro und in der ersten Wagenklasse 6.690 Euro fürs ganze Jahr. Der Vorverkauf für Fahrten ab dem 11. Dezember startet am 18. Oktober, also am kommenden Dienstag. Buchungen bis zum 10. Dezember erfolgen mit den alten Preisen.

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