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Ab Montag, 10. Oktober 2011 wird am Marienplatz in München gebaut

07.10.11 (München) Autor:Jürgen Eikelberg

Das U-Bahn-Zwischengeschoss am Marienplatz erhält im Laufe der näch-sten drei Jahre ein völlig neues, zeitgemäßes Gesicht: Bis vsl. Ende 2014 werden die Stadtwerke München (SWM) die ca 4.200 qm große Verteiler-ebene im Rahmen einer umfangreichen Bauwerkssanierung grundlegend erneuern und umgestalten.

Der Bau-Fahrplan im Überblick:

  • Am Montag, 10. Oktober fällt der Startschuss für die Sanierung und Modernisierung im Untergrund: Dann beginnt die Erneuerung eines ersten Zugangs des U-Bahn-Zwischengeschosses.
  • Im 2. Halbjahr 2012 dehnt sich die unterirdische „Wanderbaustelle“ ins Zwischengeschoss aus; gleiches gilt für die nicht-öffentlichen Ebenen 2, 3 und 4 (Betriebsräume).
  • Zusätzlich setzen die SWM ab Frühjahr 2012 von der Oberfläche aus die undichten Deckenfugen des unterirdischen Bauwerks instand.

An dem viergeschossigen Verkehrsbauwerk aus den Anfangstagen der U- und S-Bahn nagt der „Zahn der Zeit“: Vor allem Feuchtigkeit und Streusalzrückstände haben über die vergangenen 40 Jahre Schäden an der Bausubstanz verursacht. Außerdem gibt es altersbedingte Defizite bei den technischen Einrichtungen. Die Erneuerung des „abgenutzten“ Erscheinungsbildes erfolgt im Windschatten dieser notwendigen Instandsetzungsarbeiten. Nach der Modernisierung kann das Zwischengeschoss seiner herausragenden Funktion als Münchner Visitenkarte im Herzen der Stadt und Eintrittstor zum ÖPNV wieder in vollem Umfang gerecht zu werden.

Sanierung und Modernisierung am Marienplatz sind über mehrere Jahre hinweg vorbereitet und detailliert geplant worden. Umbau und Erneuerung werden Schritt für Schritt erfolgen, um die „gute Stube“ der Landeshauptstadt nicht über Gebühr zu belasten und den vielschichtigen Interessen von Besuchern, Fahrgästen, Geschäftsleuten, Anliegern und Stadt soweit wie möglich gerecht zu werden. Die zeitliche Staffelung ist darüber hinaus dem Brandschutz geschuldet: So darf immer nur ein Zugang gesperrt und saniert werden, damit genügend mögliche Fluchtwege offen bleiben.

Herbert König, SWM-Geschäftsführer Verkehr: „Die komplexe Ablaufplanung dieser Modernisierung war eine echte Herausforderung für die beteiligten Mitarbeiter. Die Umsetzung der Modernisierung in kleinen, genau definierten Teilschritten führt zwar zwangsläufig zu einer relativ langen Bauzeit, ermöglicht aber den Weiterbetrieb dieses zentralen Umsteigebahnhofs wie auch die weitgehende Nutzung des Marienplatzes selbst und hält die Behinderungen im Rahmen. Einfach zusperren und dann ganz schnell sanieren – das war beim Marienplatz angesichts seiner Verkehrsbedeutung keine realistische Alternative!“

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