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Zuwendungsbescheid zum Weiterbetrieb der Döllnitzbahn erteilt

27.09.11 (Sachsen, Verkehrspolitik) Autor:Niklas Luerßen

Die Döllnitzbahn GmbH in Nordsachsen erhielt für das Jahr 2011 nun vom sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 70.000 Euro. Damit kann die Bahn vorerst weiterbetrieben werden. Ursprünglich hatte der Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) im Februar diese Linie zum Ende des letzten Schuljahres aus Finanzierungsgründen und weil der Betrieb von Schmalspurbahnstrecken in Sachsen eigentlich Landesaufgabe sei, abbestellt.

Der sächsische Verkehrsminister Sven Morlok (FDP) dazu: „Mit der Freigabe dieser Mittel sichern wir in einer gemeinsamen Kraftanstrengung den Weiterbetrieb der Döllnitzbahn. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die dem einmaligen Rettungskonzept zugestimmt haben und ihren finanziellen Beitrag leisten, damit der Weiterbetrieb dieses nordsächsischen Kleinods gewährleistet ist“. Dieser Finanzierungsbetrag dient der Aufrechterhaltung des regelmäßigen dieselbetriebenen Schienenpersonennahverkehrs. Zusätzliche Mittel zur Deckung des Fehlbetrages des touristischen Dampfverkehrs kommen vom ZVNL, Landkreis Nordsachsen und Anliegerkommunen.

Die Gesamtfinanzierung ist damit vorerst bis Ende 2012 gesichert. Danach soll laut Verkehrsministerium die Döllnitzbahn in ein Konzept zur Neuregelung der Finanzierung der Schmalspurbahnen eingebunden werden.

Die Beteiligten hatten sich in einem Spitzengespräch auf ein einmaliges Rettungskonzept zum Weiterbetrieb dieser nordsächsischen Schmalspurbahn geeinigt. Dazu verzichtete die Döllnitzbahn GmbH auf ca. 10% des bisherigen Bestellerentgelts. Die übrigen 90% wurden durch die Beteiligten SMWA, ZVNL, Landkreis Nordsachsen, Zweckverband Döllnitzbahn und SOEG aufgebracht. Der Zuwendungsantrag inklusive aller Unterlagen wurde dem SWMA Anfang September von der Döllnitzbahn GmbH vorgelegt.

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