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VMS schreibt erneut Zweisystemfahrzeuge aus

24.09.11 (Sachsen) Autor:Sven Steinke

Im europäischen Amtsblatt sucht der Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS) einen Lieferanten für zehn Zweisystemfahrzeugen die auf dem Straßenbahnnetz mit Gleichspannung und auf dem Eisenbahnnetz mit Diesel fahren können. Der zu vergebene Auftrag enthält die Herstellung, Lieferung und Zulassung der Hybridfahrzeuge. Bereits im Jahr 2009 wurde eine solche Vergabe durch den VMS gestartet, diese wurde vor rund einem Monat eingestellt.

Das sogenannte Chemnitzer Modell sieht ähnlich wie in Kassel und Karlsruhe umsteigefreie Direktverbindungen von der Innenstadt ins Umland vor. In der Innenstadt werden dazu die Gleise der Chemnitzer Stadtbahn nach Straßenbahn Betriebsordnung (BOStrab) benutzt. Durch das Querbahnsteiggebäude am Chemnitzer Hauptbahnhof fahren die Züge dann weiter ins Umland. Die Trennstelle zum Netz der Deutschen Bahn nach Eisenbahn Betriebsordnung (EBO) soll sich im Gleisvorfeld des Chemnitzer Hauptbahnhofs befinden.

Ob der ursprünglich angestrebte Inbetriebnahmezeitpunkt für den Fahrplanwechsel im Dezember 2013 durch die erste gescheiterte Fahrzeugausschreibung eingehalten werden kann ist derzeit nicht absehbar. Von der Chemnitzer Innenstadt sind dann direkte Fahrten nach Burgstädt, Mittweida und Hainichen vorgesehen. Heute fährt die City-Bahn-Chemnitz auf einem Teil der Linien ein Vorlaufkonzept ab dem Chemnitzer Hauptbahnhof.

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