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Verletzte bei Zugunglück in Sachsen

20.09.11 (Sachsen) Autor:Jürgen Eikelberg

In der Nähe von Bad Lausik in Sachsen sind am Dienstag bei einem Zugunglück rund 40 Reisende verletzt worden, davon neun schwer. Nach Angaben eines Polizeisprechers prallte ein Regionalzug an einem Bahnübergang bei Bad Lausick im Ortsteil Lauterbach auf ein Auto. Von dem vierteiligen Zug entgleisten drei Wagen, einer kippte auf eine angrenzende Wiese. Laut einem Bahnsprecher in Leipzig war der Zug mit 60 bis 70 Reisenden besetzt.

Das Auto war nach ersten Erkenntnissen der Polizei von einem Transporter auf die Gleise geschoben worden. Der Fahrer habe das Auto rechtzeitig verlassen können, so ein Polizeisprecher. Der Bahnübergang im Bad Lausicker Ortsteil Lauterbach ist mit einer Halbschranke gesichert.

Der Bahnverkehr auf der Strecke zwischen Geithain und Leipzig wurde den Angaben der Bahn zufolge eingestellt und ein Schienenersatzverkehr zwischen Belgershain und Bad Lausick eingerichtet. Wegen beschädigter Kabel am Unfallort fahren zurzeit auch zwischen Narsdorf und Belgershain keine Züge. Die eingleisige Strecke ist nach Bahnangaben mit bis zu 160 Stundenkilometern befahrbar.

Die Bahnstrecke zwischen Leipzig und Chemnitz ist nicht zum ersten Mal von einem Bahnunfall betroffen. Im Dezember 2009 entgleiste der hintere Triebwagen eines Regionalexpress an einem Haltepunkt in der Nähe von Bad Lausick, geriet in Schieflage und fing Feuer. Ein Jahr später verlor ein Regionalexpress bei Bad Lausick bei einem ungeplanten Abkopplungsmannöver ein Zugteil.

Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) hat sich „zutiefst erschüttert“ über das schwere Zugunglück in Bad Lausick geäußert. Seine Gedanken seien bei den Opfern und ihren Angehörigen, sagte Tillich in Dresden. Er dankte den Rettungskräften für den schnellen und umsichtigen Einsatz. „Ich bin sicher, dass alles dafür getan wird, den Verletzten bestmöglich zu helfen und die Schäden zu beseitigen“, sagte Tillich.

Der Ministerpräsident stellte eine lückenlose Aufklärung des Unfalls in Aussicht. Während Verkehrsminister Sven Morlok (FDP) noch am Nachmittag zum Unglücksort reisen wollte, kündigte Tillich an, ein Krankenhaus in der Umgebung zu besuchen. Dort wolle er mit Verletzten und Rettungskräften sprechen.

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