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Reaktivierung der östlichen Hunsrückquerbahn um vier Jahre verschoben

07.09.11 (Rheinland-Pfalz) Autor:Niklas Luerßen

Eigentlich sollte der östliche Teil der Hunsrückquerbahn Langenlonsheim – Hahn bis Ende 2014 reaktiviert und zusammen mit dem ausgeschriebenen Dieselnetz Südwest des ZSPNV Süd in Betrieb gehen. Aber daraus wird vorerst nichts, nach Angaben von Landesinnenminister Roger Lewentz (SPD) verschiebe sich nach Aussagen der Bahn „aufgrund des Umfangs und der Abläufe bei der Planung des Projekts“ die Wiederinbetriebnahme von 2014 auf 2018.

Durch diese Strecke soll die Zuganbindung aus dem Rhein-Main-Gebiet besser an den Flughafen Hahn erfolgen. RegionalExpress-Züge (RE) sollen von Mainz über Bingen nach Hahn insgesamt 90 Minuten brauchen, alle zwei Stunden soll es sogar von Frankfurt aus eine Anbindung geben, die in 130 Minuten fahren wird. Die Kosten dieser Reaktivierung werden auf 100 Millionen Euro beziffert, wobei das Land nur einen kleinen Teil zahlt. Lawentz: „Alleine wegen der Größe des Vorhabens seien langwierige Verhandlungen über die Finanzierung mit der Deutschen Bahn erforderlich gewesen.“ Entsprechende Planfeststellungsunterlagen sind mittlerweile beim Eisenbahnbundesamt (EBA) eingereicht worden.

Da die Strecke nun nicht mehr zusammen mit der Inbetriebnahme des Dieselnetzes Südwest in Betrieb gehen wird, wurde diese RE-Linie aus dem Wettbewerbsverfahren herausgelöst und soll zum gegebenen Zeitpunkt in einem separaten wettbewerblichen Verfahren vergeben werden.

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