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Oberhausener Bürger können sich jetzt über Ausbaupläne der Bahn informieren

07.09.11 (Nordrhein-Westfalen) Autor:Jürgen Eikelberg

Das Informationszentrum zur DB-Ausbaustrecke Emmerich – Oberhausen (ABS 46/2) zieht von Rees in das technische Rathaus der Stadt Oberhausen in 46042 Oberhausen-Sterkrade, Bahnhofstraße 66, um. Geöffnet ist die Ausstellung ab dem 12. September 2011 im Foyer des Sterkrader Rathauses (Öffnungszeiten: montags bis mittwochs 14 bis 17 Uhr, donnerstags 14 bis 18 Uhr sowie freitags 9 bis 12 Uhr.) Der Zugang zum InfoZentrum erfolgt über den Haupteingang des Rathauses, Gebäudeteil C.

Tafeln und Broschüren veranschaulichen die wichtigsten Maßnahmen für den Ausbau der Strecke. Ein großer Übersichtsplan zeigt den Streckenverlauf mit den einzelnen Planfeststellungsabschnitten. Weitere Tafeln erläutern die Bedeutung des Projektes, die Grundlagen der Planung und die einzelnen Ausbaustufen. Über die wichtigen Themen Schall- und Erschütterungsschutz und den Schutz von Umwelt und Natur wird ebenfalls ausführlich informiert.

Um den Bürgern der insgesamt sieben Kommunen entlang der Ausbaustrecke Informationen aus erster Hand anzubieten, wird das Informationszentrum auch Station in Dinslaken, Voerde, Wesel und Hamminkeln machen.

Die ABS 46/2 ist Teil eines deutschen und europäischen Ausbaukonzeptes auf der Achse Rotterdam-Genua. Insbesondere aus den niederländischen und belgischen Nordseehäfen wird für die kommenden Jahre mit einem erheblichen Verkehrswachstum auf der Schiene gerechnet. Mit einem neuen dritten Gleis kann eine stärkere Entmischung langsamer und schneller Verkehre zwischen Emmerich und Oberhausen ermöglicht und damit auch die Kapazitäten ausgeweitet werden; mehr Verkehr auf der Schiene wird so möglich. Zudem kann mit einer Steigerung der Flexibilität in der Streckenbelegung auch die Qualität des Schienenpersonennahverkehrs verbessert werden. Umfangreiche Schallschutzmaßnahmen sorgen für eine Reduzierung der Lärmemissionen. Fachleute der regionalen Wirtschaft gehen davon aus, dass Investitionen in die Infrastruktur die Wirtschaftskraft der Region Niederrhein aufgrund ihrer Verteilerfunktion für die aus den Seehäfen kommenden Verkehre deutlich stärken.

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