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Bahn reicht beim Eisenbahnbundesamt den technischen Teil des GVGH-a-Antrags für die zweite Stammstrecke ein

09.09.11 (München) Autor:Jürgen Eikelberg

Ein weiterer Meilenstein für die 2. Stammstrecke ist geschafft: Die Deutsche Bahn AG hat beim Eisenbahnbundesamt (EBA) den technischen Teil des GVFG-a-Antrags für die 2. Stammstrecke eingereicht. „Die 2. Stammstrecke ist die Voraussetzung für die zukunftsfähige Ertüchtigung der Münchner S-Bahn und das Kernstück des Bahnknotenkonzepts der Bayerischen Staatsregierung. Ich begrüße es, dass die Bahn den technischen Teil des Antrags nun eingereicht hat. Wir werden die Gespräche mit dem Bund vertrauensvoll, konstruktiv und mit Hochdruck vorantreiben. Ich gehe davon aus, dass wir in den weiteren Verhandlungen über die Finanzierung der 2. Stammstrecke eine Verständigung erzielen, die eine Realisierung des Projektes erlaubt“, betont Bayern Verkehrsminister Martin Zeil.

Dr. Volker Kefer, Infrastrukturvorstand der Deutschen Bahn: „Die 2. Stammstrecke hat für uns unverändert höchste Priorität. Deshalb haben wir, wie im Bau- und Finanzierungsvertrag vereinbart, nun beim Bund den ersten Teil des Förderantrages eingereicht.“

Der Freistaat Bayern und die Deutsche Bahn streben eine Inbetriebnahme der 2. Stammstrecke bis Ende 2019 an. Die für die Olympiabewerbung 2018 vereinbarte Beschleunigung des Projektes ist nicht mehr erforderlich. Entsprechend müssen Änderungen in den GVFG-a-Antrag eingearbeitet werden. Die Unterlagen dazu werden dem Eisenbahnbundesamt in den kommenden Wochen vorgelegt.

2 Responses

  1. Dazu gibt es einen Kommentar von PRO BAHN:

    Die heute als Jubelnachricht verbreitete Botschaft, der Finanzierungsantrag für den 2. Tunnel werde gestellt, ist in Wirklichkeit ein Armutszeugnis. Im April wurde großspurig angekündigt, dass der Finanzierungsantrag kurzfristig gestellt wird. Genauso unrealistisch ist die Erwartung, dass der Bund 60 Prozent der förderfähigen Kosten tragen soll.

    „Während allen bewußt ist, dass das Projekt faktisch gescheitert ist, versucht die Staatsregierung weiterhin, mit Pressemitteilungen die Illusion eines Fortschritts zu nähren“ so Andreas Barth, Münchner Sprecher des Fahrgastverbandes PRO BAHN.

    Anstelle auf die Aussagen des Bundes über die leeren Kassen einzugehen, wird versucht, mit leeren Worten das Scheitern zu kaschieren. Der neue Investitionsrahmenplan zeigt, dass kein Geld mehr da ist.

    „Wir brauchen bald eine Verbesserung der S-Bahn. Die Staatsregierung muss von ihrer Tunnelfixierung lassen, und endlich konkrete Maßnahmen einleiten: Sanierung Bahnhof Laim, Ertüchtigung des Westkopfes des Bahnhofs Pasing, Regionalzughalte an der Poccistraße, die Einfädelung der Sendlinger Spange in den Bahnhof Laim, Trennung von S-Bahn und anderen Zügen auf der S4 West, der S1 und der S2 Ost, sowie ein eigenes Gleis für Güterzüge im Bereich Daglfing – Johanneskirchen.“ fordert Andreas Barth.
    Quelle: http://www.pro-bahn.de/oberbayern/presse/20110909.html

  2. @ Edmund Lauterbach

    Das ist richtig, diese Pressemeldung haben wir auch erhalten. Danke, dass sie den Kommentar von pro-Bahn hier eingestellt haben.

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