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Zeitungsbericht: S 28 soll ab 2014 bis Wuppertal fahren

05.08.11 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Wie die Westdeutsche Zeitung (WZ) am heutigen Freitag (5. August) berichtet, soll die Regiobahn S 28 bereits zum Fahrplanwechsel im Dezember 2014 über ihren bisherigen östlichen Endpunkt Mettmann Stadtwald hinaus bis zum Wuppertaler Hauptbahnhof verlängert werden. Man sei kurz davor, eine Finanzierungsvereinbarung für die notwendigen Infrastrukturinvestitionen zu treffen.

Geplant ist eine Neubaustrecke nördlich der Kalkwerke mit einem neuen Haltepunkt Wülfrath-Düssel. Ein Stück weiter östlich ist dann die Einschleifung in die Prinz-Wilhelm-Eisenbahn – die Strecke der S 9 – vorgesehen. Eine Wendeanlage in Wuppertal-Vohwinkel wäre nicht notwendig, wenn die S 28 bis zum Hauptbahnhof in Elberfeld fahren würde.

Beim Verkehrsverbund Rhein-Ruhr dämpft man die Euphorie ein wenig. „Eine finale Entscheidung liegt noch nicht vor“, sagte VRR-Sprecher Johannes Bachteler dem Eisenbahnjournal Zughalt.de auf Anfrage. Sowohl bei der Finanzierung der Infrastruktur als auch bei der Finanzierung des Betriebes sind noch offene Fragen. Dabei spielt auch das neue ÖPNV-Gesetz eine Rolle, das ja noch nicht rechtskräftig ist, so dass auch hier noch Änderungen und Anpassungen zu befürchten sind.

Es steht jedoch bereits fest, dass der VRR aus seinem Budget die signaltechnische Ertüchtigung zwischen Wuppertal-Vohwinkel und Velbert im Rahmen des Projektes „ESTW Wuppertal“ fördert. Damit soll gewährleistet werden, dass auch dann zwei S-Bahnlinien nördlich des Vohwinkeler Bahnhofes fahren können, wenn es zu betrieblichen Problemen kommt. Übermäßige Wartezeiten wegen langer Blockabstände können so verhindert werden.

Aufgrund der enormen Leistungsausweitung wäre auch ein Fahrzeugmehrbedarf notwendig. Bereits heute fährt die S 28 zu Spitzenzeiten an der Grenze ihrer Kapazität: Viele in Doppeltraktion fahrende Zugbewegungen müssten eigentlich in Dreifachtraktion angeboten werden, jedoch fehlt das Geld im Etat des VRR, um diese zu bestellen. Durch das dann zu erwartende weiter steigende Fahrgastaufkommen käme man um diese Kapazitätssteigerung jedoch vermutlich nicht mehr herum.

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