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Lärmsanierung in Bensheim abgeschlossen

09.08.11 (Allgemein) Autor:Test Kunde

Im Rahmen des Programms „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“ hat die Deutsche Bahn in Bensheim vier Schallschutzwände mit einer Gesamtlänge von 1.910 Metern gebaut. Im Beisein von Dr. Michael Meister und Christine Lambrecht, beide Mitglieder des Bundestages im Wahlkreis Bergstraße, Thorsten Herrmann, Bürgermeister der Stadt Bensheim, und Dr. Klaus Vornhusen, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für das Land Hessen, beging die Deutsche Bahn symbolisch den Abschluss der Bauarbeiten.

„Durch den Bau der Wände werden die Anwohner von vielen Hundert Wohneinheiten beidseitig der Bahnstrecke Darmstadt–Heidelberg erheblich vom Lärm der vorbeifahrenden Züge entlastet“, sagt Dr. Klaus Vornhusen. Auch die weiter hinten liegenden Häuser und Wohnungen profitieren künftig von der Wirkung der drei Meter hohen Wände aus Leichtmetallelementen. Bei der Farbgebung der Schallschutzwände wurden die Wünsche der Stadt Bensheim berücksichtigt. Bis auf Restarbeiten und kleine Lücken ist der Bau der Wände abgeschlossen; für diese aktive Schallschutzmaßnahme wurden rund 2,65 Millionen Euro investiert.

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Zusätzlich kann in rund 330 Wohneinheiten passiver Schallschutz zum Einsatz kommen. Dabei handelt es sich beispielsweise um den Einbau von Schallschutzfenstern und von Lüftern. Hierfür werden weitere rund 150.000 Euro vom Bund zur Verfügung gestellt. Die Gesamtinvestitionssumme für die Lärmsanierung in Bensheim beläuft sich demnach auf rund 2,8 Millionen Euro.

Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten musste der Bau der Schallschutzwände zum größten Teil vom Gleis aus am Wochenende und in der Nacht in Betriebsruhepausen erfolgen. Die Bahn bedankt sich noch einmal ausdrücklich bei den Anwohnern für das entgegengebrachte Verständnis. Bis Ende 2011 sollen alle Restarbeiten abgeschlossen sein.

Seit 1999 wird die „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“ von der Bundesregierung gefördert. Damit wurde erstmals die finanzielle Möglichkeit geschaffen, Schallschutzmaßnahmen auch entlang vorhandener Schienenwege umzusetzen. Aktuell stehen dem Programm jährlich Haushaltsmittel in Höhe von 100 Millionen Euro zur Verfügung. Bei der Lärmsanierung handelt es sich um eine freiwillige Leistung des Bundes. Bundesweit sind aktuell in 1.190 Ortsdurchfahrten Lärmsanierungsmaßnahmen in Planung, Bau oder bereits abgeschlossen.
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