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EVG: Tarifabschluss bei Abellio Rail NRW steht

18.08.11 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hat mit der Essener Abellio Rail NRW einen neuen Tarifabschluss vereinbart, der den Beschäftigten rückwirkend zum 1. Juli des laufenden Jahres mehr Geld bringt. Vorgesehen sind eine dreiprozentige Lohnerhöhung und zweihundert Euro Einmalzahlung mit dem Septembergehalt.

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Zum 1. Januar 2012 werden die Strukturen des Haustarifvertrages an den Branchentarifvertrag SPNV angepasst. Dieser wurde von der Muttergesellschaft Abellio Deutschland gemeinsam mit den anderen fünf großen Privatbahnkonzernen Benex, der Hessischen Landesbahn, Netinera, Keolis und Veolia Verkehr sowie der Deutschen Bahn mit der EVG im Rahmen eines Schlichtungsverfahrens abgeschlossen. Die unternehmenseigene Lohnstruktur liegt jedoch heute bereits deutlich darüber.

Im Rahmen dessen wird eine Neueingruppierung der Beschäftigten notwendig, wobei vollständige Besitzstandswahrung angewandt wird. Im Durchschnitt werden die Entgelte dabei um weitere 2,5 Prozent steigen. Ein Teil der jährlichen Zuwendung, der Leistungsprämie und der Erholungsbeihilfe werden – ohne materielle Einbußen – auf das Grundgehalt umgelegt. Nähere Informationen wird der Arbeitgeber kurzfristig herausgeben.

Im Rahmen des Branchentarifvertrages wurden umfangreiche Regelungen für den Betreiberwechsel getroffen, insbesondere für den Verlust oder Zugewinn von Verkehrsleistungen im SPNV und für Fahrdienstuntauglichkeiten getroffen. Das Unternehmen wird in zweieinhalb Jahren mit der Übernahme der Linie RB 47 sein Leistungsvolumen um knapp vierzig Prozent erhöhen.

Im Rahmen des Branchentarifvertrages wurde eine Laufzeit bis zum 31. Januar 2013 vereinbart. Die EVG ist die einzige Gewerkschaft, die im Unternehmen tätig ist. Zwar hatte auch die sehr viel kleinere Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) den Anspruch, hier den sogenannten „Bundesrahmen-Lokomotivführer-Tarifvertrag“ abzuschließen, ist jedoch von dieser Forderung abgerückt, nachdem Streikaufrufe nahezu ohne Resonanz in der Belegschaft geblieben sind.

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