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Der frühere sächsische Ministerpräsident schlichtet im Tarifstreit zwischen der GDL und Metronom, ODEG und cantus

23.08.11 (Allgemein) Autor:Test Kunde

Der frühere sächsische Ministerpräsident und Wirtschftsprofessor Georg Milbrandt wird bei den Schlichtungsgespächen zwischen der Metronom Eisenbahngesellschaft mbH, der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH (ODEG) und der cantus Verkehrsgesellschaft mbH mit der Gewerkschaft deutscher Lokomotivführer (GDL) den Vorsitz bei den Schlichtungsgesprächen übernehmen. Darauf haben sie die Unternehmen mit der GDL geeinigt.

„Herr Milbradt ist ein erfahrener Schlichter und wird auch in unserer schwierigen Materie einen tragbaren Kompromiss erzielen können. Alle Beteiligten wissen um die Härte der bisherigen Auseinandersetzung und sehen in dem nun beginnenden Prozess eine Chance zur Einigung“, so der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky.

Das Schlichtungsverfahren beginnt am 30. August 2011. Für die Schlichtung ist eine Dauer von acht Wochen vorgesehen. Heinrich Strößenreuther, Geschäftsführer metronom: „Wir freuen uns, mit Professor Milbradt einen versierten und erfahrenen Schlichter für diesen lange währenden Konflikt und den vor uns liegenden schwierigen Weg gefunden zu haben.“ Während der Schlichtung herrscht Verschwiegenheits- und Friedenspflicht. Es darf nicht gestreikt werden. „Voraussichtlich bis Ende Oktober würde es dann keine Streiks geben. Nach wie vor sind die gegensätzlichen Positionen von metronom und GDL auf dem Tisch, um die jetzt hinter den Kulissen gerungen wird“, so Strößenreuther weiter.

Dem schließt sich auch ODEG-Geschäftsführer Bernd Wölfel an: „Mit Professor Milbradt konnten wir einen versierten und erfahrenen Schlichter für diesen langwierigen Konflikt und den vor uns liegenden schwierigen Weg gewinnen.“

In einer Pressemitteilung der GDL ist von einer gemeinsamen Schlichtung der drei Unternehmen mit der GDL die Rede.

Wie eine Sprecherin der Metronom Eisenbahngesellschaft mbH dem Eisenbahnjournal Zughalt.de heute erklärte, finden die Schlichtungsgespräche parallel statt. Gemeinsame Gespräche mit den anderen Eisenbahnunternehmen auf der einen und der GDL auf der anderen Seite sind nicht vorgesehen.

Auch die ODEG weist dies als Falschmeldung zurück. Die Unternehmen ODEG, cantus und metronom haben sich jeweils unabhängig voneinander auf getrennte Schlichtungsverfahren mit der GDL geeinigt. Die Schlichtungen werden getrennt mit den jeweiligen Einzelgesellschaften geführt. Anders als in der Pressemitteilung der GDL suggeriert, werden die Verhandlungen im jeweiligen Schlichtungsverfahren von den Einzelgesellschaften geführt und nicht von den Konzernmuttergesellschaften, heißt es in einer Pressemitteilung.

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