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Braunschweig: Ergänzungsvereinbarung zwischen ZGB und DB Regio

12.08.11 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Der Zweckverband SPNV Großraum Braunschweig (ZGB) hat mit DB Regio eine Zusatzvereinbarung für das Angebot im Regionalverkehr abgeschlossen. Diese ist zunächst bis Dezember 2014 befristet. Dadurch kann das Verkehrsangebot auf der Schiene trotz der Etatkürzungen nahezu unverändert erhalten bleiben.

Bereits seit Juni 2011 wurde auf der Kursbuchstrecke (KBS) 353 Braunschweig–Wolfenbüttel–Vienenburg–Goslar/Bad Harzburg das zweistündliche direkte Angebot auch am Wochenende zwischen Braunschweig und Goslar wieder hergestellt. „Im Rahmen des des bestehenden Verkehrsvertrages konnten wir jetzt mit DB Regio ein verlässliches Verkehrsangebot bis Ende 2014 vereinbaren“, sagt ZGB-Verbandsdirekter Hennig Brandes.

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Auf der RB-Linie Braunschweig – Salzgitter-Lebenstedt wurde ebenfalls im Juni die Taktlücke am Vormittag geschlossen. Die Linie bietet somit wieder ein durchgehendes Angebot. Zwischen Braunschweig und Wolfsburg verkehrt ab dem 22. August eine zusätzliche Fahrt für Berufspendler zwischen sieben und acht Uhr. Die RB-Linie Braunschweig – Hildesheim wird ab Dezember wieder in einem durchgehenden Takt verkehren.

Der ZGB nimmt damit einen Teil der massiven Kürzungen zurück, die er zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember 2010 umgesetzt hat. Begründet wurden die Kürzungen damals mit den entfallenden Ausgleichszahlungen des Landes Niedersachsen, für die ab 2006 durchgeführte Kürzung der Regionalisierungsmittel im Rahmen des Koch-Steinbrück-Papiers. Auf der anderen Seite hat der Zweckverband bisher die Ausschreibung von Verkehrsleistungen auf seinem Gebiet gänzlich versäumt und auf langjährige Großverträge mit DB Regio gesetzt, die per Direktvergabe vergeben wurden.

Die einzigen Planungen der Verantwortlichen sahen bis vor einem Jahr die Einführung der sogenannten RegionalStadtBahn (RSB) vor, die wie beim Karlsruher Modell die Innenstadt von Braunschweig direkt mit dem Umland verbinden sollte. Nachdem der neue Verbandsdirektor Hennig Brandes eine neue Wirtschaftlichkeitsberechnung des Projektes durchführte, stellte sich herraus, dass das Projekt aufgrund stark gestiegener Fahrzeugkosten nicht mehr wirtschaftlich ist.

Daraufhin wurde das Regionalbahnkonzept 2014+ entwickelt, das die Ausschreibung der meisten Linien im Schienenpersonennahverkehr innerhalb des ZGB mit Betriebsstart im Dezember 2014 vorsieht. Mittlerweile wurde ein Teil der geplanten Betriebsaufnahmen auf Dezember 2015 verschoben, da sonst Engpässe in der Fahrzeuglieferung seitens der Hersteller zu erwarten wären. Mit den Ausschreibungen soll der Preis der Verkehrsleistungen reduziert werden, sodass mit den eingesparten Mitteln auf allen Linien ein Stundentakt bestellt werden kann. Die Fahrgäste dürfen sich außerdem auf Neufahrzeuge freuen.

Bild: Zweckverband Großraum Braunschweig (ZGB)

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