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Stuttgart 21: Deutsche Bahn vergibt Tunnelbauauftrag an PORR-Gruppe

30.07.11 (Allgemein) Autor:Sven Steinke

Die Deutsche Bahn hat heute ein Paket mit den Tunnelbauleistungen in den Planfeststellungsabschnitten (PFA) 1.2 und 1.6a im Rahmen des umstrittenen Bahnprojekts Stuttgart 21 vergeben. Ein Bieterkonsortium unter der Federführung des österreichischen Baukonzerns PORR erhielt dabei den Zuschlag. Das Unternehmen wird über seine Münchener Niederlassung den Fildertunnel vom Stuttgarter Tiefbahnhof zum Flughafen und die Tunnel vom Tiefbahnhof nach Ober- und Untertürkheim erstellen.

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Wie die Deutsche Bahn mitteilt wurden damit bereits ein Viertel der Vergaben zum Bau des Tiefbahnhofs abgeschlossen und das Projekt liege noch immer im Kostenrahmen. Allerdings ist fraglich, ob der Kostenrahmen auch nach Bauabschluss noch gehalten werden kann, da bereits einige Medienberichte laut geworden sind, die für den Bau von Stuttgart 21 nach Bahninternen Unterlagen ein erhöhtes Kostenrisiko vorsehen.

Die Bauunternehmen werden die höheren Kosten über ihre Verträge an den Bauherrn Deutsche Bahn weiterreichen. Die DB wird die Kosten entsprechend an das Land Baden-Württemberg weiterreichen, das im Rahmen des Finanzierungsvertrages den größten Teil der Kostensteigerungen übernehmen muss. Der DB-Infrastrukturvorstand, Volker Kefer, sieht sich allerdings schon durch die Preisangaben in den Vergaben bestätigt, dass die Kostenspekulationen haltlos sein, obwohl die Arbeiten an den Tunneln noch in weiter Ferne liegen.

Mit der formellen Vergabe die jetzt erfolgt ist, endet auch die Einspruchsfrist für die unterlegenen Bieter. Die Bietergemeinschaft die den Zuschlag zum Bau der Tunnel erhalten hat wird jetzt mit den Bauvorbereitungen für die jeweils zwei eingleisigen Tunnelröhren beginnen. Insgesamt haben sich vier Bietergemeinschaften an der europaweiten Ausschreibung beteiligt.

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7 Responses

  1. Die Finanzierung dieses absolut überflüssigen und sinnlosen Projektes ist seit seiner Planung nichts als arglistige Täuschung und sollte schnellstens strafrechtlich verfolgt werden. Es ist Betrug und somit ist jede angebliche Legitimationsbehauptung eine Farce und Lüge.
    Leider ist die Landesregierung einfach zu lasch und unentschlossen, diesem Steuern verschwendendem Treiben endlich ein Ende zu machen.Die CDU und FDP – Gott bewahre uns vor denen- hätte schon längst reagiert!


  2. Georg Maier
    01.08.11 um 18:40

    Gott bewahre uns vor noch mehr Grünen,die die Baukosten von Stuttgart 21 durch ihre gewalttätige und zerstörerischen Demos noch
    mehr in die Höhe treiben, die für mehrere Jahre tausende Arbeitsplätze vernichten wollen, die ein neues modernes, schnelles,
    vorallem umweltfreunliches Bahnsystem boykottieren wollen.Diese Leute sollten für diese immensen Schäden zur Kasse gebeten werden.
    Leider gibt es von diesen kurzsichtigen und weltfremden Personen
    sehr viele, einige sind sogar bei der Regierung tätig.

  3. Es bleiben doch Fragezeichen!

    Arbeitsplätze kann man auch schaffen ohne den Tunnel zu bauen. Die Frage ist doch, wollen wir eine Schiene- Vorrang- Politik? Dann brauchen wir den ganzen Hauptbahnhof und vielleicht einen keineren Tunnel.
    Zur Verantwortung sollte man diese Leute hier ziehen, die auf der einen Seite uns mit Prestigeprojekten überziehen und auf der anderen Seite die Bahn zerstören:
    http://viertuerme.blogspot.com/2011/07/warum-die-wuppertaler-nordbahn.html

    Wurde der Stresstest mit einen optimalen integralen Taktfahrplan gefahren mit Rund- Um-Anschlüssen alle halbe Stunde oder wurde nur gezeigt, dass alle Züge irgendwann im Tunnel halten können? Wie steht es um den Fahrgastnutzen von Stuttgart 21? Das ist was ganz anderes, als die Betriebsqualität eines errechneten Fahrplans.

  4. @Georg Maier,

    ich danke für die w a h r e n verständlichen Worte.
    Die rüpelhaften Auswüchse einiger Teilnehmer während Stresstest-Präsentation am 27.07.11 können diese Darlegung nur untermauern!

  5. Georg / Bernd

    Ihr habt wohl überhaupt keine Ahnung vom Projekt – ein neues, modernes, schnelles – habt Ihr dies von der S 21-Seite??? Das sind alles nur Schlagworte, hier geht es aber um Tatsachen:
    – S 21 ist ein 30 Jahre altes, total veraltetes Projekt
    – schnell – davon kann keine Rede sein, S 21 ist nicht in der Lage die Kapazitäten des BESTEHENDEN Bahnhofs nur annähernd zu ersetzen
    d.h. hier wird ein nicht funktionierender Bahnknoten mit Milliarden-Steuergeldern gebaut, der nicht nur negative Auswirkungen auf den Bahnverkehr sondern auch noch auf den S-Bahn-Verkehr haben wird. Abgesehen davon, stehen die Risiken b. Bau d. Projektes,z.B. Mineralwassergefährdung, Vernichtung des Stadtparkes, Zerstörung der Stadt Stuttgart in keinem Verhältnis zum nicht vorhandenen Nutzen.Dies ist ein REINES Immobilien-Spekulationsobjekt!!! Der Bahn geht es nicht um einen funktionierenden Bahnknoten, sondern nur um Cäsh in de Däsch!

  6. DANKE Gerd,

    mir war bisher nicht recht bewusst, dass es offensichtlich doch noch über den Herrgott stehende Wesen gibt!?
    Und entschuldige vielmals das ich einer von denen „überhaupt nichts Ahnung habenden bin!“ Danke deshalb für deinen so wissenden, aufklärungsreichen Beitrag.

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