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Sanierung der Bahnstrecke Hannover – Halle(Saale) im Salzlandkreis wird verschoben

12.07.11 (Allgemein) Autor:Max Yang

Die für den Zeitraum Juli bis November 2011 geplante Sanierung dieser Strecke im Bereich Nachterstedt – Frose wird voraussichtlich auf das nächste Frühjahr verschoben. Grund sind nach Angaben der Deutschen Bahn erforderliche umfangreichere Arbeiten, als zunächst angenommen wurde. Dies habe sich nach einer sogenannten Probefeldverdichtung herausgestellt.

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Die Strecke sollte ursprünglich bis zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2011 saniert werden, um die aufgrund von Bergsenkschäden im Bereich der Stadt Seeland vor anderthalb Jahren eingerichtete Langsamfahrstelle von 50 km/h auf einer Länge von mehreren Kilometern zu beseitigen und insbesondere dem Harz-Express (RE 4 Hannover – Halle) wieder volle Fahrt zu ermöglichen. Nun hatte die Bahn im Juni ein 30 t Gewicht neben dem Bahndamm krachen lassen, um die Reaktion des Geländes zu untersuchen. Nach Auswertung der Messergebnisse zeigte sich, dass aus anspruchsvollen geologischen und ingenieurstechnischen Gründen zusätzliche Arbeiten und Sicherungsmaßnahmen notwendig seien.

Damit wird nicht nur der Boden bis 14 m tief verdichtet, wie ursprünglich geplant, es werden auch geokunststoffbewehrte Bodenpolster installiert. Damit sollen die Verkehrslasten gleichmäßig verteilt und später eventuell entstehende Hohlräume überbrückt werden. Außerdem wird auch bei dieser Gelegenheit gleichzeitig die Strecke auf einer Länge von 1,7 km neu trassiert. Hierbei soll neben einer höheren Geschwindigkeit auch eine gleichmäßigere Eintragung der Verkehrslasten erfolgen.

Aus diesen Gründen wird für die Vorbereitungen mehr Zeit benötigt. Wegen dieser neuen Anforderungen seien grundlegende Umplanungen und neue Ausschreibungen erforderlich. Die betroffenen Parteien – Eisenbahnverkehrsunternehmen, Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr, Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH (NASA) als Nahverkehrsbesteller und betroffene Kommunen – wurden bereits hiervon unterrichtet.

Und so wird wohl vermutlich der derzeitige Notfahrplan, der schon wegen der derzeitigen Neigetechnikabschaltung der Baureihe 612 am 10.01.2010 eingeführt wurde, auch über den Fahrplanwechsel hinaus Bestand haben müssen. Die Fahrzeuge der Linie RE 4 sollen nach derzeitigem Stand als letzte Linie wieder neigetechnik-ertüchtigt werden.

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