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Regentalbahn erhält Zuschlag für das Netz „Regionalzüge Ostbayern“

22.07.11 (Allgemein) Autor:Sven Steinke

Die Regental Bahnbetriebs-GmbH, Tochter der deutschen Expansionstochter Netinera der italienischen Staatsbahn, hat das durch die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) ausgeschriebene Netz „Regionalzüge Ostbayern“ gewonnen. Zurzeit verkehrt auf allen Linien der drei Lose die Regentalbahn allerdings im Falle der Wald- und der Oberpfalzbahn als Subunternehmen der DB Regio Bayern und auf der der Naabtalbahn mit der Tochter Vogtlandbahn.

Mit der Betriebsaufnahme der Teilnetze soll das Angebot ausgeweitet werden. Ziel ist es auf jeder Strecke in Bayern den Mindeststandard des Bayern-Takts nämlich möglichst einen Stundentakt einzuführen und das Angebot an die steigende Nachfrage anzupassen. Die Leistungen im Vergabenetz sollen um 8 bis 16 Prozent ausweitet werden, je nach Infrastrukturausbau. Für den Ausbau der Bundesschienenwege ist allerdings die DB Netz verantwortlich. Aber vor allem die anliegenden Kommunen müssen sich bei der Auflassung und der technischen Sicherung von Bahnübergängen beteiligen.

Weiterhin ist geplant, dass die Linien in Zusammenarbeit mit Tschechien von Schirnding nach Eger, von Furth im Wald nach Taus und von Bayerisch Eisenstein nach Klattau verlängert werden. Die Vergabe dieser Verlängerungsleistungen läuft von tschechischer Seite außerhalb der erfolgten Ausschreibung auf bayerischer Seite.

Im Teilnetz Waldbahn sehen die Planungen auf der Strecke Grafenau – Zwiesel eine Verdichtung des heute zweistündlichen Angebotes zum Stundentakt vor, wodurch alle Linien des Teilnetzes im Stundentakt verkehren würden. Die Umsetzung ist vom Infrastrukturausbau abgängig. Zwischen Plattling und Deggendorf wird ein halbstündliches Angebot in der Hauptverkehrszeit der hohen Nachfrage gerecht. Fahrgästen in Plattling soll dies zusätzliche Anschlüsse nach München und Regensburg bringen.

Im Teilnetz Oberpfalzbahn werden die Taktlücken auf der Linie zwischen Schwandorf und Furth im Wald beseitigt und damit ein Stundentakt bestellt. Auf der Strecke Cham – Kötzting – Lam ist die Einführung eines Stundentaktes vorgesehen. Die Maßnahme ist allerdings von der Umsetzung von Infrastrukturmaßnahmen abhängig. Für die Strecke Cham – Waldmünchen ist bisher nicht die Einführung eines Stundentakts vorgesehen.

Im Teilnetz Naabtal wird der Linienabschnitt Schwandorf – Regensburg vom Zweistundentakt zum Stundentakt verdichtet. Am Wochenende verkehren die Züge südlich von Weiden in Richtung Regensburg im Stundentakt und nördlich nach Eger im Zweistundentakt. Die Reisezeiten werden durch kürzere Standzeiten in Weiden und Schwandorf verkürzt.

In allen drei Teilnetzen ist der Einsatz von modernen und niederflurigen Triebzügen vorgesehen. Mit dem neuen Verkehrsvertrag wird der Betreiber auch neue Serviceleistungen etablieren. So wird die Regentalbahn eigene attraktive Ticketangebote für die Fahrgäste anbieten. Der Kauf von Fahrkarten ist an Verkaufsstellen an ausgewählten Bahnhöfen und in jedem Zug beim Zugbegleitpersonal möglich. Im Rahmen der Ausschreibung werden die Netze dann auch am Qualitätsmessystem der BEG teilnehmen.

Teilnetz Waldbahn, Dez. 13 – Dez. 23

  • Plattling – Deggendorf – Zwiesel – Bayerisch Eisenstein (– Klattau)
  • Zwiesel – Bodenmais
  • Zwiesel – Frauenau – Grafenau

Teilnetz Oberpfalzbahn, Dez. 14 – Dez. 23

  • Schwandorf – Cham – Furth im Wald (– Taus)
  • Cham – Waldmünchen
  • Cham – Bad Kötzting – Lam

Teilnetz Naabtalbahn, Dez. 14 – Dez. 23

  • Regensburg – Schwandorf – Weiden – Marktredwitz (– Eger)

5 Responses


  1. L. Oppermann
    23.07.11 um 10:13

    Werden die bestehenden Fahrzeuge (Br 650) weiterhin eingesetzt?!

  2. Wo bleibt der Kommentar von „Geplagter Fahrgast“? Ist der im Urlaub?


  3. Kein geplagter Fahrgast
    23.07.11 um 17:49

    Bin zwar nicht „Geplagter Fahrgast“, freue mich aber trotzdem, dass die Regentalbahn in ihrem Heimatgebiet erfolgreich war.

    Würde mich noch interessieren, wie die Bieterresonanz aussha.


  4. Tegtmeier
    24.07.11 um 08:54

    Bis Cheb/Eger fuhr ja die VBG schon die letzten Jahre von Marktredwitz im 2h Takt aus. Was ist denn daran neu ?

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