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Minister würdigt Initiative gegen Bahnlärm

29.07.11 (Allgemein) Autor:Test Kunde

Der Rheinland-Pfälzische Infrastrukturminister Roger Lewentz stellt sich hinter die „Bürgerinitiative im Mittelrheintal gegen Umweltschäden durch die Bahn“ und hat weitere Unterstützung gegen den Bahnlärm zugesagt.

„Die Grenzen der Belastung gerade an dieser Bahnstrecke sind schon lange weit überschritten“, sagte Lewentz bei der Übergabe von Lärmprotokollen durch den Vorsitzenden der Initiative, Willi Pusch. Die von betroffenen Bürgern ausgefüllten Erhebungsbogen dokumentieren detailliert Belastungen durch Lärm und Erschütterungen vor allem durch den Schienengüterverkehr. Lewentz sagte zu, die Erfahrungen der betroffenen Bürger beim Einsatz für eine Entlastung des Mittelrheintals mit einzubringen.

Minister Lewentz forderte von Bund und Bahn deutlich mehr Tempo im Kampf gegen den Bahnlärm. „Die für Ende 2012 angekündigte Einführung lärmabhängiger Trassenpreise ist lange überfällig“, kritisierte Lewentz. Einen entsprechenden Verordnungsentwurf habe das Land Rheinland-Pfalz bereits Ende 2009 im Bundesrat eingebracht dafür auch eine Mehrheit erreicht. Der Minister hegt zudem Zweifel, ob nach den bisher bekannten Details spürbare Anreize für die Unternehmen zu erwarten seien, eine schnelle Umrüstung auf lärmarme Bremsen anzugehen.

Lewentz fordert, nach einer Übergangszeit laute Güterwagen in Deutschland überhaupt nicht mehr zuzulassen. Der Minister ist überzeugt, dass längerfristig eine Güterzugstrecke abseits des Mittelrheintals notwendig ist, um bei dem zu erwartenden Zuwachs an Güterverkehr auf der Schiene eine nachhaltige Entlastung des Tals vom Lärm zu erreichen

Ein Kommentar

  1. Lärm ist auch eine Form schädlicher Umweltverschmutzung. Sogar eine beträchtliche, krank machende. Ich würde mir wünschen, bei den Zügen (Bremsen etc.)und dem Schienenbett anzusetzen, wie es im Artikel angedeutet ist, und nicht alle Trassen, wie immer öfter zu sehen, mit Lärmschutzwänden einzumauern. Denn das ist optische Umweltverschmutzung, die für Anwohner allenfalls das kleinere Übel ist, den Fahrgästen aber auch die Freude am Fahren nimmt. In vielen Fällen wird man auf Lärmschutzwände jedoch nicht verzichten können.

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