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DB Regio Südwest gewinnt RE-Netz Südwest

06.07.11 (Allgemein) Autor:Sven Steinke

Wie die Aufgabenträger ZSPNV Süd und SPNV Nord mitteilen, hat DB Regio Südwest den Zuschlag für das wirtschaftlichste Angebot bei der Ausschreibung des RE-Netz Südwest erhalten. Auf den Linien RE 1 Koblenz – Trier – Saarbrücken – Kaiserslautern – Mannheim, RE 2 Koblenz – Mainz – Frankfurt, RE 4 Mainz – Ludwigshafen – Karlsruhe und RE 7 Mainz – Ludwigshafen – Mannheim werden neue fünfteilige Elektrotriebzüge vom Typ FLIRT mit 270 Sitzplätzen zum Einsatz kommen.

Die Ausschreibung des RE-Netz Südwest stellt einen entscheidenden Schritt zur Umsetzung des Ausschreibungs- und Fahrplankonzepts Rheinland-Pfalz-Takt 2015 dar. Mit der Ausschreibung der meisten Leistungen aus dem Großvertrag zwischen DB Regio und den beiden Aufgabenträgern SPNV Nord und ZSPNV Süd, sollen durch Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen die Zugkilometerleistungen in Rheinland-Pfalz um insgesamt 20 Prozent ausgeweitet werden.

Das E-Netz Südwest wurde in zwei Losen ausgeschrieben, die sich beide DB Regio sichern konnte. Der neue Verkehrsvertrag beginnt zum Fahrplanwechsel im Dezember 2014 und hat eine Laufzeit von 15 Jahren. Mit an der Ausschreibung waren neben dem SPNV Nord und dem ZSPNV Süd, die Aufgabenträger Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV), die Verkehrsmanagement Gesellschaft Saar (VGS) und die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) beteiligt.

Das erste Los umfasst die Linie RE 1 Koblenz – Trier – Saarbrücken – Kaiserslautern – Mannheim mit ungefähr 3,8 Millionen Zugkilometern pro Jahr. Besonderheit an dieser Linie ist, dass in Trier ein Flügelzugkonzept mit der RE-Linie aus Luxemburg durchgeführt wird, die Verkehrsleistungen auf dem Abschnitt Trier – Luxemburg wurden auf Wunsch des Herzogtums Luxemburg an die Luxemburgische Staatsbahn (CFL) direktvergeben, die Triebzüge vom Typ KISS bestellt hat.

Zwischen Trier und Koblenz ist der Zugteil aus Luxemburg mit der Linie RE 1 mitzuführen, um von Koblenz aus jeweils stündlich eine Direktverbindung nach Luxemburg und Saarbrücken zu ermöglichen. Weiter bis Kaiserslautern fährt der RE 1 praktisch durchgehend im Stundentakt und von dort im Zweistundentakt weiter nach Mannheim. Eine neue Fahrplanlage ermöglicht das gleichzeitige Erreichen des Vollknoten in Koblenz, des Halbknoten in Trier und des Halbknoten in Mannheim.

In der Ausschreibung des RE 1 waren Fahrzeuge gefordert, die mit dem Stadler KISS der CFL gekuppelt werden können. Es konnten eine Option der CFL für weitere Stadler Kiss oder eigene mit dem Stadler KISS kuppelbare Fahrzeuge für die Ausschreibung verwendet werden. DB Regio entschied sich für eine Fahrzeugausschreibung, in der der Stadler FLIRT das Rennen machte.

Im zweiten Los waren die übrigen Linien enthalten, die zusammen aber nur ein Volumen von zwei Millionen Zugkilometern aufweisen. Auch hier kommen einige Änderungen zum Tragen, so wird die Linie RE 2 die im Zweistundentakt zwischen Frankfurt und Koblenz über Mainz und Bingen verkehrt, zukünftig auch am Wochenende fahren.

Die Linie RE 4 die im Zweistundentakt zwischen Mainz und Karlsruhe über Ludwigshafen und Speyer verkehrt, wird zukünftig durch eine weitere Linie RE 7 Mainz – Mannheim auf dem Abschnitt zwischen Mainz und Ludwigshafen zum Stundentakt verdichtet.

In dem bereits bundesweit im Einsatz befindlichen Fahrzeugtyp möchte das Unternehmen mit zusätzlichem Service punkten. So sollen mobile Reinigungsteams für mehr Sauberkeit sorgen. Außerdem wird teilweise eine 200 Prozentige Zugbegleitqoute und ein Cateringangebot bereitgestellt. Eine kostenlose Tageszeitung für 1. Klasse Reisende und Sitzplatzreservierungen für Stammkunden sollen das Angebot abrunden. Zusätzlich wird in den Anfangsjahren vermehrt in Marketingaktionen investiert.

RE-Netz Südwest:

Los 1, Dez. 14 – Dez. 29, 3,8 Mio. Zkm pro Jahr

  • RE 1 Koblenz – Trier – Saarbrücken – Mannheim

Los 2, Dez. 14 – Dez: 29, 2 Mio. Zkm. pro Jahr

  • RE 2 Koblenz – Bingen – Mainz – Frankfurt
  • RE 4 Mainz – Ludwigshafen – Speyer – Karlsruhe
  • RE 7 Mainz – Ludwigshafen – Mannheim

13 Responses


  1. Geplagter Fahrgast
    06.07.11 um 01:43

    Ich sehe die Vergabe an DB Regio als Rückschritt. Bislang ist es nur besser geworden, wenn Privatbahnen gefahren sind. Das liegt aber nicht am Management, sondern daran dass bei der DB AG immer schon der Bodensatz der Gesellschaft gearbeitet hat: Wer nicht intelligent genug ist, einen Hartz 4 Antrag auszufüllen, der wird Fahrer oder Fahrkartenabreißer bei der DB. Letztere sollte man alle entlassen und durch 1€-Jobber ersetzen. Sie stünden schon nach einem Jahr wieder zur Verfügung, weil sie nicht intelligent genug sind, einen richtigen Beruf zu finden.

  2. @Geplager Fahrgast:

    Das hat aber lange gedauert. Mit Ihren DB-feindlichen Äußerungen habe ich schon gestern Abend gerechnet. Dafür entschädigt die Qualität Ihres Beitrags.


  3. Niklas Luerßen
    06.07.11 um 10:39

    Mal eine Frage, kommen die anderen geplanten Linien (RE Frankfurt – Bingen – Hahn und RE Kaiserslautern – Bingen – Koblenz), die den RE 2 dann mit Umsteigen in Bingen de facto zum Stundentakt verdichtet hätten, dann in einem anderen Ausschreibungspaket, oder wurden sie gestrichen?

  4. Die RE-Linien Koblenz – Bingen – Kaiserslautern und Frankfurt – Bingen – Hahn sind Bestandteil des Dieselnetz Südwest.


  5. bahnliebhaber
    06.07.11 um 11:06

    @ geplagter Fahrgast

    Nein, es ist nicht immer besser geworden, wenn eine Privatbahn eine Strecke übernommen hat.

    Ich mit meinen 1,90 m passe nicht nicht in die MittelrheinBahn… der Sitzabstand ist dermaßen klein, dass ich mich wie in einer Sardinenbüchse fühle. Wenn ich von Koblenz nach Mainz fahre, wird es extrem unbequem und der Rücken schmerzt.

    Es sind vielleicht Einzelfälle, aber Die Bahn macht häufig auch einen sehr guten Job, das bitte ich dich zu beachten.


  6. Dominique
    08.07.11 um 23:20

    Bis jetzt kann noch keiner sagen,ob es besser oder schlechter wird.Auch unter DB-Regie kann es besser werden.Als Beispiel sei hier die SE/RE-Linie 20 von Frankfurt nach Limburg genannt.

    @ geplagter Fahrgast:

    Ich bitte die Anschuldigung,dass die Angestellten der DB der Bodensatz der Gesellschaft sind zurückzunehmen.

    Zu den Ein-Euro-Jobbern ist zu sagen,dass diese auch sozusagen auf dem Rücken des Steuerzahlers leben,da deren Einkommen leider nicht ausreicht um ohne Sozialhilfe über die Runden zu kommen.Wie würden sie sich fühlen,wenn sie in der Situation eines Ein-Euro-Jobbers wären?

  7. @Geplagter Fahrgast,

    Ihre unqualifizierten Äußerungen, sind sorgsam ausgedrückt, nur als proletenhaft zu bezeichnen!

  8. Ich finde Fahrer oder Fahrkartenabreißer als nicht Ingelligent zu bezeichnen als absolute Frechheit. Ich frage auch : Was ist der unterschied zwischen einem Mitarbeiter von Privatbahnen und BD Mitarbeiter.Faxt ist auch, das ein Mitarbeiter der DB meistens eine bessere Ausbildung hat wie der von Privatbahnen.
    Der Fahrer nenne ich Lokführer und hat die Verantwortung wie ein Busfahrer,Kapitän oder Pilot, weil er auch Reisende transportiert. Dies sind oftmals pro Zug über 600 Personen.
    Ein Fahrkartenabreißer nenne ich Zugführer und hat mehr Arbeit als nur Fahrkarten zu überprüfen. Er sorgt für Ordnung im Zug ,ist für die Erste Hilfe verantwortlich, meldet defekte im und am Zug weiter und ist für die Beratung und Information im Zug zuständig um nur einige aufgaben zu erwähnen. Wer macht diese Job`s für 1 Euro?


  9. Christian Eder
    02.08.11 um 21:28

    Ich finde es langsam unverschämt was die DB-Regio auf der Strecke Koblenz-Saarbrücken mit einem macht.
    Seit bekannt werden, das es die Buga in Koblenz gibt, ist es doch für jeden klar das es mehr Reisende gibt.Aber anscheinend geht das an den Verantwortlichen vorbei.Die Züge sind maßlos überfüllt,es ist eine bodenlose frechheit!!! Die sind noch nicht mal in der lage einen Waggon mehr anzuhängen.Jeden Tag das gleiche Spiel,vielleicht sollten mal die Verantwortlichen!!! in so einen Zug steigen und über zwei std so reisen.Man hat keinen Sitzplatz,steht mit unter die ganze Zeit im Türraum. Aber wehe man hat keine Fahrkarte,dann sind se ganz schnell mit dem Kassieren,alles andere interresiert nicht mehr. Überlege sehr wohl ob ich mir das noch lange antue,dann fahre ich lieber mit dem Auto. Auf der Strecke Koblenz – Köln,der Re/RB 8 kenne ich sowas gar nicht,dort fahre ich auch jeden Tag,das ist ganz entspanntes Reisen.


  10. Holla die Waldfee
    13.09.11 um 14:29

    Was viele nicht wissen:

    Es ist zunächst Ländersache wieviele Wagen in einem Zugverband welche Strecke befahren. Das Land bestellt die Züge und vergibt dann den Auftrag an den jeweiligen Verkehrsverbund, in der Rangliste ist die DB Regio erst an dritter Stelle der Dienstleister.


  11. Matthias Schnee
    03.07.14 um 14:59

    Moment , ich bin gehörlos …
    alle Re-expressbahn muss in Knotenbahnhof Schifferstadt anhalten , weil in Schifferstadt kann alles in Richtung LU / Ma / Wo/ Mainz , Speyer, karlsruhe , NW , KL , verbinden , z.b. jetzt ein reisende aus germersheim wollte nach Kaiserslautern fahren , aber wo soll in / welche Bahnhof umsteigen …… :-( :-( . Wenn jeden alles KNOTENBAHNHOF steht , dann MÜSSEN ANHALTEN und UMSTEIGEN …

  12. SITZABSTAND – welcher SitzABSTAND ? TJA, wer die RB auf den strecken köln – koblenz und koblenz – köln ausgeschrieben, den mittelrheinern zugeschlagen und dann nicht zurückgenommen und auch keine nachbesserung eingefordert hat, der/die sollte mal nen ganzen Tag in der mittelrheinbahn von köln bis mainz und zurück pendeln. Deren/dessen rücken braucht dann physiothearpie – die sie/er bittschön selbst zahlen sollte. Auf PSYCHO-therapie für solche idi…. ist ja wohl nicht zu hoffen. Da sind die neuen RE-s der DB am rhein purer luxus dagegen.

    Personal: Automaten im zug und fast immer zuvorkommendes zugpersonal – das zeichnet alle privaten aus – auch die armen mittelrheiner, denen man die falschen züge untergeschoben hat.

    DB-nahverkehr dagegen: Zwischen oberbürokrat und feldwebel ist alles vertreten. Freundliche und – offenbar – ihres KUNDEN-kontaktes bewusste und dafür ausgebildete Zugbegleiter/innen werden sofort in den DB-fernverkehr abgeschoben…

  13. gemeint natürlich: die strecken köln – koblenz und koblenz – mainz

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