Eisenbahnjournal Zughalt.de

Nachrichten über Eisenbahn und öffentlichen Verkehr

ZVM fordert zweigleisigen Ausbau der Strecke Dortmund – Münster

22.06.11 (Allgemein) Autor:Sven Steinke

Die RB 50 muss für den Fernverkehr auf das AusweichgleisAuf seiner letzten Verbandsversammlung hat der Zweckverband SPNV Münsterland (ZVM) eine Resolution zum Ausbau der Strecke Lünen – Münster beschlossen. Die eingleisige Strecke, die Teil der kürzesten Strecke zwischen Dortmund und Münster ist, stellt ein erhebliches Nadelöhr für die stündlich verkehrenden Intercitys zwischen Ruhrgebiet und Norddeutschland dar. Der Nahverkehr wird regelmäßig durch verspätete Fernzüge behindert und kann nicht weiter ausgebaut werden.

Im Bundesverkehrswegeplan ist eine Erweiterung der Strecke um ein zweites Gleis und eine Anhebung der Höchstgeschwindigkeit auf 200 Kilometer pro Stunde im vordringlichen Bedarf vorgesehen. Bei der zuletzt durchgeführten Überprüfung der Bedarfspläne für die Bundesschienenwege wurden Kosten von 377 Millionen Euro ermittelt, der Kosten-Nutzen-Faktor sank gleichzeitig auf 1,1. Die Maßnahme steht damit nur sehr knapp über dem kritischen Wert von eins, womit die Wirtschaftlichkeit und somit die Förderfähigkeit nachgewiesen wurde.

[ad#Content-AD]

Durch den Streckenausbau würde der Betrieb der Linie RB 50 zwischen Münster und Dortmund wesentlich zuverlässiger und schneller ablaufen. Im Fall des Ausbaus steht weitere Streckenkapazität zur Verfügung, um eine zweite Nahverkehrslinie zwischen beiden Städten verkehren zu lassen. Hier ist in Zukunft eine direkte Linie des Rhein-Ruhr-Express (RRX) aus dem Ruhrgebiet über Lünen nach Münster vorgesehen. Auch der Fernverkehr profitiert von der Maßnahme, so steigt die Pünktlichkeit und die Fahrzeiten können um wenige Minuten verkürzt werden. Selbst Güterzüge wären mit dem Ausbau auf der Strecke denkbar.

Der ZVM bemängelt zudem die unklare Planungssituation, bezüglich der Modernisierung von Stationen entlang der Strecke. So lange Unklarheit bezüglich der zukünftigen Gleislage herrscht können auch die Stationen nicht modernisiert werden. Eine Verbesserung der Barrierefreiheit ist somit nicht möglich. Auch fordert der Zweckverband das Potential der Strecke im Güterverkehr in die Bedarfsplanüberprüfung mit einzubeziehen, damit die Wirtschaftlichkeit der Maßnahme steigt. Bahn und Land NRW sollen sich bereits darauf verständigt haben das Projekt zu beschleunigen, damit im Jahr 2015 Baurecht vorliegen könnte.

Bild: Sven Stei?nke

[ad#Bigsize-Artikel]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.