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Zugbeinflussungssystem in Hordorf in Betrieb genommen

02.06.11 (Allgemein) Autor:Test Kunde

Wie nachrichten.t-online unter Berufung auf dapd mitteilt, ist die Bahnstrecke Magdeburg – Halberstadt vier Monte nach dem schweren Zugunglück am 29. Januar bei Hordorf, bei dem zehn Menschen getötet und mehrere verletzt wurden, mit moderner Zugsicherungstechnik ausgerüstet worden. Diese Punktförmige Zugbeeinflussung (PZB) stoppt den Zug automatisch, wenn ein Lokführer ein Haltesignal überfährt. Das System sei ab sofort in Betrieb, sagte eine Bahnsprecherin in Leipzig der Nachrichtenagentur.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Bahn damit begonnen, die 60 Kilometer lange Strecke mit dieser Sicherungstechnik auszustatten. Bei den Betriebsstellen Großquenstedt, Nienhagen, Hadmersleben, Blumberg und Dodendorf war die Umrüstung bereits 2010 abgeschlossen.

Nach den Sicherheitsvorschriften in Deutschland ist eine Zugbeeinflussung immer dann erforderlich sind, wenn die Züge mehr als 100 Kilometer pro Stunde fahren. Bei Hordorf fahren die Züge allerdings nicht mehr als 100 Km/h.

Die Bahn hatte Ende März 2011 angekündigt, die rund 3.000 Kilometer eingleisigen Strecken mit PZB nachzurüsten. Dies werde rund 100 Millionen Euro kosten.[ad#Bigsize-Artikel]

2 Responses


  1. Hartmut S
    02.06.11 um 18:01

    Wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, dann wird er abgedeckt!
    Keine Erfordernis nach gesetzlicher Lage, also kein Handlungsbedarf der Bahnmanager. Eine Gesetzeslage, welche eigentlich Prioritäten bei der Ausrüstung in der zeitlichen Abfolge von Strecken mit INDUSI setzen sollte, wurde zur Genugtuung von Laien, welche die Eisenbahn regieren!

  2. Erst informieren, bitte, dann aufregen. Die Ausruestung war schon vor dem Unfall konkret geplant, das hat mit dem Unfall nichts zu tun. Das war ja die Tragik an dem Unglueck – dass die Sicherheitseinrichtungen, die ihn verhindert haetten, bereits vorbereitet wurden.

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