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Trarifverhandlungen bei der Vogtlandbahn gescheitert

22.06.11 (Allgemein) Autor:admin

Wie die Vogtlandbahn mitteilt, hat die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer die Tarifverhandlungen für gescheitert erklärt. Die Vogtlandbahn hatte angeboten, die ohnehin schon überdurchschnittlichen Löhne aller Mitarbeiter erneut zu erhöhen. Auch habe die Vogtlandbahn mehr Sicherheit bei Betreiberwechsel und bei Fahrdienstunfähigkeit bei traumatischen Ereignissen angeboten.

An Stelle von konkreten Verbesserungen fordere die GDL von der regional aktiven Vogtlandbahn, sich dem Diktat des Rahmentarifvertrages zu unterwerfen. Dies hätte faktisch das Ende der Privatbahnen zur Folge.

„Die von der GDL gestellte Vorbedingung für Verhandlungen kommt einem Blanko-Scheck gleich, den die Vogtlandbahn unterschreiben soll“, so Geschäftsführer Gerhard Knöbel. „So, wie die von der GDL geforderten Verträge derzeit formuliert sind, werden die Zahlen dann später durch die GDL und der Deutschen Bahn in deren Tarifverhandlungen eingefügt. Das wäre das Ende des Wettbewerbs im Nahverkehr.“ Dem könne das Unternehmen schon im Sinne der Fahrgäste nicht zustimmen.

Die Vogtlandbahn gehört zur Regentalbahn, die wiederum zu Nentinera (vormals Arriva Deutschland) gehört.

17 Responses


  1. Arbeitnehmer
    22.06.11 um 22:54

    Zitat: „Dies hätte faktisch das Ende der Privatbahnen zur Folge.“

    Völlig haltlose Behauptung die durch nichts belegt werden kann.

    Diese Pressemitteilung sagt, meiner Meinung nach, einzig und allein aus, dass man weiterhin den Wettbewerb hauptsächlich auf dem Rücken des Fahrpersonals austragen will. Anscheinend sieht diese Firma keine Möglichkeit günstige Preise am Markt anbieten zu können und gleichzeitig seinem Fahrpersonal ordentliche Arbeitsbedingungen zu bieten. Schon komisch, andere Privatanbieter wie Eurobahn usw. schaffen das auch!?! Könnte das auf ein Missmanagement hinweisen ?!

  2. tja, da hilft dann nur Konkurs anmelden. Geschäfte einstellen, Mitarbeiter kündigen, und Pendler stehen lassen.

    Und, keinem ist geholfen….und weiter geht mit Staatsbahn auf Volkes Kosten. …..


  3. Beobachter
    22.06.11 um 23:19

    @ Arbeitnehmer

    Die GDL propagiert doch so gern den Pluralismus.

    Aber das müssen Sie jetzt nicht verstehen.

  4. @ Arbeitnehmer und GDLer…

    manchmal komme ich um den Gedanken nicht herrum, das die liebe Tf und GDLer immer denken, das WIR Pendler keine Ahnung vom System Schiene und co. haben. Dies wird immer wieder deutlich. Es kommt ein Kommentar und wird von Pendlern(!) wiederlegt. Es ist an der Zeit, wo die Tf auch langsam verstehen und begreifen sollten, das Sie eben nicht von Gottes gnaden sind. Es sind Dienstleistungsberufe, genauso wie der Lkw-fahrer, der uns Lebensmittel in den Supermarkt bringt. Nix anderes. Und weiterhin kommt mir jedesmal nen Kloss in den Hals, wenn ich lese, dass der Wettbewerb auf Kosten des Fahrpersonals aufgeführt wird. Ohne die Deppen, die die Karre wieder reparieren, wenn Ihr Euch mal wieder auf der/m Tf einen abgewürgt habt, das alle Passagiere hin und her fliegen, die Begleiter, die ich was fragen kann und welche auch ANTWORTEN, die Planer für Eure Karre und dessen Laufplan, der Mensch der die Karre putzt, und die viele anderen, die EUREN Beruf am leben halten. Und am Schluß ist da noch der Fahrgast, der bezahlt das Ticket. Mal drüber nachdenken.

    Es sind viele im sozialen Wettbewerb und allen soll das gleiche zustehen, und nicht den hochgeborenen Lokführern allein….deshalb ist der BuRa-LfTv eine Klatsche für Eure Kollegen und Mitarbeiter die EUCH allen zuarbeiten. Ihr habt die „leichteste“ Arbeit, wollt aber nen besonders großen Stück des Kuchens…

    Sowas würde ich auf Arbeit aus Kollegenschwein titulieren….

    Meine Meinung…*GRML*

  5. @ Stephan;

    Also dich findet mal in jedem Bericht und immer nur negativ fällst du auf.

    Bist du von der EVG, wirst du von denen bezahlt?? Oder gar von einen der bestreikten EVU’s??? Kommt einem echt so vor.

    – Pendler werden nicht stehen gelassen, da die DB einspringen
    würde / müsste. Hat die verpflichtung dazu.

    – Lokführer würden nicht arbeitlos da 1000 Lokführer in Deutschland gesucht werden.

    – Staatsbahn auf Volkes kosten. Ja aber für alles andere ist Geld da wa, nur nicht fürs eigene Volk, für die eigene Eisenbahn. Naja, du bist eh unbelehrbar oder besser gesagt „wirst bezahlt um den mist zu verbreiten“

    Wiedersehen, aber es eilt nicht

  6. @ Gast

    Das ich MEINE Meinung in einem Kommentar hier vertrete ist absolut nichts negatives. Mundtot lass ich mich nicht machen. Sowas nennt man Diskusion, oder? Sie haben Ihre Meinung, ich die Meinige, und ich steh mit meinem Namen dazu, nicht „Gast“. Desweiteren gehöre ich weder der EVG, einem EVU oder sonstigen Gesellschaften an. Ich bin genervter Bahnbenutzer, der diesen Streik bis zur Oberkante Unterlippe steht. Wenn es sachliche Verhandlungen geben würde, ohne das die GDL immer gleich alles für „gescheitert“ erklärt, wäre diese Diskusion hier nicht so emotionsgeladen. Ich und viele Pendler drehen ja jeden Tag am Däumchen und hoffen, das ich zur Arbeit komm, und das bitte, bitte pünktlich.
    Und zu den Kosten der DBAG: Wieviel Geld hat die Bahn an unseren Verkehrsminister abtreten dürfen und dennoch schwarze Zahlen geschrieben??
    Und ich lerne jeden Tag, das der GDL-Streik ein Auto/Krad sinnvoll werden läßt und in kurzer Zeit wird es wohl auch E-Autos geben, die meine Strecke schaffen werden.

    Wäre mal interessant, wenn die Müllabführ wie in Italien streikt und sich der Müll bei Ihnen im Ort mehrere Meter hochstapelt, wie Sie nach Monaten des Streiks dann auf die streikende Müllabfuhr reagieren. Ich denke mal nicht mit einem freundlichen Gesicht. …

  7. @ Arbeitnehmer:

    Zitat: “Dies hätte faktisch das Ende der Privatbahnen zur Folge.”
    Völlig haltlose Behauptung die durch nichts belegt werden kann.

    Es wurde tatsächlich noch nicht gezeigt, dass ohne Lohndumping Wettbewerb nicht funktionieren würde.

    Aber auch das Gegenteil, dass der bis ins kleinste Detail regulierte Wettbewerb auch mit einem Verzicht auf Lohndumping noch sinnvoll ist, ist noch weniger gezeigt. Die Frage nach Sinn und Unsinn des Wettbewerbs auf der Schiene ist noch nicht endgültig beantwortet.


  8. Arbeitnehmer
    25.06.11 um 15:37

    @Stephan

    Das ist es ja, bei Ihnen weiß man, nach Ihren ganzen Kommentaren hier und in anderen Artikeln, dass Sie keine Ahnung von dem System Schiene haben. Das sieht man schon an Ihrem ersten Kommentar in diesem Artikel.

    Und wo bitte schön wurde irgend etwas wiederlegt von Ihnen oder sonst irgend jemanden ? Von Beobachter ? Entschuldigen Sie, aber der fährt nicht mal mit der Bahn, ist also nicht betroffen. Meint hier aber groß rum tönen zu müssen und den Erklärbär zu mimmen. Und Sie sind nicht wirklich besser oder ? Reden ständig von diskutieren, wenn Sie es mal tun würden. Selbst Sie schreiben hier im Journal als wären Sie von Gottesgnaden persönlich. Letzteres haben übrigens Sie hier ins Journal geworfen über die Lokführer. Mit jemanden der so abgehoben hier im Journal schreibt wie Sie, kann man doch auch gar nicht ordentlich diskutieren.

    Übrigens Ihre vergleiche sticken zum Himmel. Man kann ja vielleicht ein Transportsystem mit einem anderen vergleichen „Bus, Bahn und LKW“ aber mit der Müllabfuhr ?! Ich glaube Sie drehen gerade völlig am Rad und wissen nicht worüber Sie eigentlich noch schreiben oder ?

    @Felix

    Dann ist es doch Zeit es aus zu probieren, finden Sie nicht ? Mit dem Wettbewerb auf der Schiene stehen wir ja gerade erst am Anfang. Wohin sich das ganze entwickeln wird werden wir in den nächsten Jahren sehen und erleben. Und wenn die GDL (bzw. der großteil der Lokführer) meint, die Entwicklung schon mal in eine gewisse Richtung beeinflussen zu wollen ist das ihr gutes Recht. Den die Fahrpersonale sind es hauptsächlich die seit Jahren und in den nächsten Jahren unter diesem Umstellungsdruck leiden müssen, inklusive ihrer Familien.


  9. Unternehmer
    25.06.11 um 15:53

    @ Arbeitnehmer

    Ja, es ist wirklich Zeit, den Wettbewerb weiter auszubauen. Es geht den Arbeitgebern aber wirklich nicht um die Höhe der Gehälter der „Fahrpersonale“, sondern um ganz Grundlegende Dinge:

    Ein Betreiberwechseltarifvertrag ist unannehmbar für einen Unternehmer, weil er diesen in seiner unternehmerischen Freiheit einschränkt. Daher hat der Gesetzgeber auch auf diesem Feld nichts unternommen, weil ein solches Gesetz keinen Bestand vor dem BGH haben würde.

    Diesen Umstellungsdruck müssen die Lokführer eben aushalten und die GDL wird es nicht schaffen, sie davor zu bewahren.


  10. Arbeitnehmer
    25.06.11 um 16:00

    @Unternehmer

    Das ist auch allen Lokführern klar, dass die GDL sie nicht davor bewahren kann. Ich sehe dass auch mehr als abmildern. Und so wie es aussieht ist vielleicht die WestfalenBahn bald im Boot.


  11. trainguide
    25.06.11 um 16:11

    @Arbeitnehmer

    Lassen Sie einfach ihre primitive Pauschalkritik, dass man keine Ahnung von der Schiene habe. Sie haben Null-Ahnung von Kosten und Aufwendungen, die man kalkulieren muss.

    Nennen Sie mir mal weitere Kosten, die ein EVU hat, wenn man Sie noch hier ernst nehmen soll !!


  12. Unternehmer
    25.06.11 um 16:44

    @ Arbeitnehmer

    Und so wie es aussieht ist vielleicht die WestfalenBahn bald im Boot.

    Noch ist nichts entschieden, denn die GDL schreibt auf ihrer Internetseite:

    Dies setzt voraus, dass eine Einigung zu dem dazugehörigen Haustarifvertrag erzielt werden kann und die anschließende Zustimmung der Gesellschafterversammlung zum Tarifpaket erfolgt

    Sie dürfen raten, wer nach Ansicht der GDL nicht zugestimmt haben könnte.


  13. Arbeitnehmer
    25.06.11 um 17:04

    @Trainguide

    Erstens war es keine Pauschalkritik sondern Ziel gerichtet. Zweitens wie Sie meine Kritik finden – primitiv, konstruktiv usw. ist zwar interessant, jedoch nicht von belang. Drittens sind die Kosten die ein EVU hat völlig irrelevant für diese Diskussion. Wir reden hier schliesslich über die Arbeitnehmenden Menschen in diesen Unternehmen. Die Unternehmen haben Geld genug. Und seien wir mal ehrlich, viele der Forderung der GDL kosten die EVUs kaum etwas.

    @Unternehmer

    Sie haben Recht, der Holländer stellt sich sicher wieder quer. ;-) Wir werden sehen.

  14. @ Arbeitnehmer

    Wer wird den bald nicht mehr Bahn fahren, die Pendler (die Dummys[ich auch],die das Ticket bezahlen), dennen dieser absolut hirnrissige Streik sowas von auf die E..r schlägt. Wer braucht eine Bahn, die eh immer von ner GDL bestreikt wird? Keiner. Und wenn Sie Ironie und Sarkasmus „lesen“ könnten, hätten Sie meinen ersten Kommentar verstanden. Sie meinen das Ich und andere keine Ahnung vom System Schiene haben, fragt sich nur woher diese Meinung untermauert wird. Daher rührt auch meine Meinung dazu, das GDL-Lokführer „hochwohlgeboren“ sind. Wir Pendler werden ja ständig als unwissend oder „Ihr habt keine Ahnung“ betitelt. Und der Vergleich mit der Müllabführ hickt an keiner einzigen Stelle. Ein Fahrer, ein Fahrzeug, ein Transportgut. Erkläre Sie nun plausibel, was an dem Vergleich falsch ist. AN KEINER STELLE. Und dem Vorschlag, damit man den Müll selber zur SVV bringt, hat auch was… keine Müllabfuhr mehr…defacto…keine BAHN mehr…aber ein privates Fahrzeug…

    Stelle Sie sich mit der GDL in Verhandlungen und handeln Sie dann Vernünftig. Sie schneiden sich sonst ins eigene Fleisch…


  15. Modelbahn 1:1
    25.06.11 um 22:05

    Den Protagonisten der GDL geht es doch nur darum, die eigenen Pfründe zu sichern. Wie es dem Arbeitnehmer draußen im Lande geht, geht ihnen doch am Allerwertesten vorbei. Sollen die doch bleiben, wo der Pfeffer wächst, einen Zug ohne lästiges „selbst verladendes Stückgut“ zu fahren – und dabei noch Geld zu kassieren – macht doch wesentlich mehr Spaß, als einen Zug mit nörgelnden Passagieren.

    Vom Dienstleistungsgedanken haben diese Damen und Herren noch nie gehört.

    Wenn die GDL darauf baut, dass es Menschen gibt, die keine Alternative haben, bitte. Es gibt genug Pendler, die schon wegen der Streiks auf das Auto umgestiegen sind. die äußern sich aber nicht hier, sondern machen es „klammheimlich“. Und diese Menschen sind weiß Gott nicht zurückzugewinnen. Letztendlich schadet die GDL dem System Eisenbahn und damit der Umwelt.

  16. @ Arbeitnehmer:

    Dann ist es doch Zeit es aus zu probieren, finden Sie nicht ? Mit dem Wettbewerb auf der Schiene stehen wir ja gerade erst am Anfang. Wohin sich das ganze entwickeln wird werden wir in den nächsten Jahren sehen und erleben. Und wenn die GDL (bzw. der großteil der Lokführer) meint, die Entwicklung schon mal in eine gewisse Richtung beeinflussen zu wollen ist das ihr gutes Recht. Den die Fahrpersonale sind es hauptsächlich die seit Jahren und in den nächsten Jahren unter diesem Umstellungsdruck leiden müssen, inklusive ihrer Familien.

    Auch wenn es viellicht so klingt, bin ich nicht gegen einen Rahmentarifvertrag für Lokführer bzw. Bahnpersonal allgemein. Wenn der Wettbewerb aber nur ohne einen solchen möglich ist – und geringere Kilometerpreise gegenüber staatlichen Unternehmen nur unter Ausnutzung von Lohndrückung möglich sind – sollte man lieber auf den Wettbewerb – und nicht auf einen Rahmentarifvertrag – verzichten.


  17. Unternehmer
    25.06.11 um 22:36

    @ Felix

    Denken Sie doch bitte einmal nach. Der Meister in einer Mercedes-Niederlassung (oder einer anderen Automarke) erhält mehr Lohn, als der Meister einer Vertragswerkstatt des gleichen Automobilherstellers oder in einer freien Werkstatt am gleichen Ort. Dabei machen sie die gleiche Arbeit. Darüber hat sich kein Schwein aufgeregt.

    Aufregen würden sich die Leute – auch ein Lokführer – , wenn es bei einer Vertrags- oder freien Werkstatt die gleichen Preise zu berappen wären.

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