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ODEG kehrt zum Normalfahrplan zurück

22.06.11 (Allgemein) Autor:Test Kunde

Die ODEG – Ostdeutsche Eisenbahn GmbH bietet ab dem 23.06.2011 wieder den regulären Fahrplan auf allen Linien an. Damit endet der seit dem 09.06.2011 bestehende Basisfahrplan am 22.06.2011 nach Betriebsende.

„Wir freuen uns, unseren Kunden wieder unser gewohntes Angebot bereitstellen zu können“, so ODEG-Geschäftsführer Bernd Wölfel. „Wir hoffen, dass die GDL unser Angebot vom 8. Juni aufgreift und mit uns über einen Haustarifvertrag verhandelt.“

Aktuelle Informationen sind im Internet unter www.odeg.info oder am ODEG-Servicetelefon unter 030 / 514 88 88 88 erhältlich.
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17 Responses


  1. Arbeitnehmer
    22.06.11 um 21:56

    Solange das Angebot keine Zustimmung in irgend einer Form zum BuRaLfTV beinhaltet, kann sich die ODEG die Hoffnung gleich sparen und den Basisfahrplan gleich wieder einführen. So Blauäugig kann selbst die ODEG nicht sein. Besser Basisfahrplan, als gar keine Planbarkeit für die Kunden der ODEG.

  2. @ Arbeitnehmer:

    Sind die von der ODEG gehirnamputiert??

    Die GDL lehnt das Angebot ab und die senden wieder das Angebot vom 8. Juni O.O

    Man sollte diese Herren mal daheim besuchen, mit einem großen Hammer! Denke dann werden die verhandeln und mal ein normales Angebot vorlegen

  3. Pingback: 07:09 Neuer Lokführerstreik bei Odeg – WELT ONLINE | Hasen Chat Wirtschaft


  4. Lokführer
    23.06.11 um 09:02

    Am Montag (20.06.2011) wurde der Streik um 2 Uhr beendet. Warum ist dann nicht zum „normal“ Fahrplan über gegangen?
    Weil die Geschäftsführung der ODEG ihre Lokführer seit dem 9.6.2011 unbefristet ausgesperrt hatte. Sie war auch am Montag nicht gewillt bzw. in der Lage die Aussperrung zu beenden! Auch nicht am Dienstag und am Mittwoch immer noch nicht. Die Aussperrung wurde erst am Donnerstag (23.06.2011) um 01 Uhr beendet.
    Dafür hat Sie (die Geschäftsführung der ODEG) von Montag an, ihre Fahrgäste belogen und dem Ansehen der ODEG großen Schaden zugefügt.
    Bei dieser Vorgehensweise kann man erkennen, das die GF an einer Lösung des Konflikts nicht interessiert ist.
    Ein Trauerspiel auf sehr niedrigem Niveau…

    Und alles zu lasten der Fahrgäste.

    Erst muss der BuRa Lf TV kommen, Herr Wölfel, dann reden wir über Haustarifverträge!
    Nicht den zweiten Schritt vor dem ersten machen.


  5. Beobachter
    23.06.11 um 09:52

    @ Lokführer

    Die ODEG hat die Fahrgäste keinesfalls belogen. Sie hatte am Sonntag erklärt:

    “Wir haben uns entschieden den Basisfahrplan auch nach Beendigung des Streiks fortzuführen, um unseren Fahrgästen eine Planungsbasis zu bieten.”, so ODEG-Pressesprecher Jörg Kiehn. “Da die GDL beim Streik Ende Mai willkürlich und kurzfristig zu Streiks aufrief und beendete, sehen wir uns zu dieser Maßnahme gezwungen.”

    Und wenn die GDL diese Taktik fortführt, wird die ODEG auch wieder einen Basisfahrplan einführen. Davon bin ich überzeugt.

  6. @ Beobachter:

    Drängt die beiden lieber dazu einig zu werden, anstatt hier Taktiken zu analysieren und wer besser reagiet hätte *augenverdreh*

    Kann doch wohl nicht so schwer sein ein Blatt zu unterschreiben, bissle mehr Geld zahlen und die anderen Lokführer übernehmen und schon ist wieder Friede.

    Als ob die ODEG das interessiert ob die GDL streikt oder nicht, ist doch denen wurscht. holen se halt ein paar Ersatzbusse und fertig. Geld haben se ja genug :-/


  7. Beobachter
    23.06.11 um 12:25

    @ Wayne

    Scheinbar haben Sie die Auswirkungen eines Betreiberwechseltarifvertrages, wie ihn die GDL zur Bedingung macht, nicht verstanden.

    Aber zunächst mal eine kleiner Ausflug in das „normale“ Berufsleben. Am Anfang eines jeden Berufslebens steht eine Bewerbung. Viele Betriebe bilden über den eigenen Bedarf aus, also steht anschließend wieder eine Bewerbung an. Mancher möchte sich verbessern, und wieder wird eine Bewerbung fällig. Manch ein Arbeitnehmer wird auch aus betrieblichen Gründen entlassen, und schon wieder muss ein Arbeitnehmer eine Bewerbung schreiben.

    Schon an anderer Stelle schrieb ich, das ein EVU gerne ausgebildetes Personal einstellt, wenn die Leute sich bewerben. Und dann nimmt das EVU diejenigen, die es für geeignet hält. Also ein ganz normaler Vorgang.

    Von dieser „Last“ möchte die GDL aber die Lokführer befreien. Wenn ein alter Betreiber einer Linie seine Lokführer nicht an anderer Stelle im Unternehmen einsetzen kann oder der Lokführer nicht flexibel an einen anderen Dienstort wechseln will, soll der neue Betreiber diese Leute ohne Bewerbung und ohne Wenn und Aber ungeprüft übernehmen. Darauf kann kein Unternehmen eingehen.

    Dies mag aber in den Köpfen der Menschen in den neuen Bundesländern noch aus der Zeit der DDR hängen geblieben sein, denn dort gab es keine Entlassungen und ein Wechsel in einen anderen VEB war sicher äußerst selten.

    Und die Zeit, dass man vom Lehrbetrieb bis zur Rente im gleichen Betrieb und womöglich am gleichen Arbeitsplatz verbrachte, gingen in der Bundesrepublik schon in den 1950er Jahren zu Ende. Bis zur Bahnreform war die Deutsche Bundesbahn aber noch eine „Insel der Glückseligen“, aber das ist nun auch schon 20 Jahre her und es wird Zeit, dass es auch dort begriffen wird.


  8. Arbeitnehmer
    23.06.11 um 12:45

    @Beobachter

    Finde Sie sich eigentlich sehr toll in der Rolle des Erklärbärs ? Sie sollten schon dazu schreiben, dass das Ihre Interpretation des Betreiberwechseltarifvertrages ist und nicht die Übersetzung! Da hier völlig Neuland betreten wird kann man noch gar nicht wissen wie sich das im Endeffekt auswirken wird. Und natürlich wird es ein Vetorecht auf beiden Seiten geben. Und natürlich soll das unbürokratisch und unkomplizierter sein. Sie massen sich ganz schön viel an! Was gibt Ihnen das Recht dazu ?!!!

    P.s.:
    Ich würde nach dem ganzen hickhack bei den Privaten mit der GDL, nicht mehr bei diesen Unternehmen arbeiten wollen. Das muss auch den Unternehmen klar werden, dass Sie sich nicht gerade beliebt machen bei Lokführern. Und irgendwann brauchen die Unternehmen vielleicht wieder welche.

  9. @ Beobachter:

    Doch das habe ich, neuer Betreiber, neue Fahrzeuge gleiche Lokführer. Streckenkenntniss bleibt erhalten, gleiche Löhne, gleiche Arbeitsbedingungen.

    Dafür tritt die GDL ein und das ist auch gut so.

    Aber das scheinst du ja den Lokführern nicht zu gönnen und was dein Bewerbung angeht das machen die Lokführer sowieso. Neuer Geschäftsbereich etc.

    Nur ist es schwer als Lokführer woanders unterzukommen ohne gleich den Wohnort zu ändern.

    ****
    Lokführer hat z.B. in Drof A ein Haus, Familie lebt dort, haben dort ihre Freunde, gehen dort zur Schule, die Frau arbeitet dort etc.

    Dort hat jetzt das bisherige EVU die Ausschreibung verloren und er muss sich woanders bewerben. Dann muss er einer sehr hohen wahrscheinlichkeit umziehen. Dies belastet die Familie, Kinder Frau etc.

    Mach das mal als Einzelhandelskaufmann, alle 5meter ein neuer Laden, nicht aber als Lf.

    !!!
    Und das nächste was gibt euch eigentlich das Recht die Strecken auszuschreiben und den Lokführern die Arbeit wegzunehmen??? Geht’s vielleicht noch?

    Die GDL soll hart bleiben, aufgeben wird die GDL sowieso nicht. Davor geht die GDL lieber UNTER!

    -Für mich ist hier Schluss, ziehe mich hier zurück.


  10. Arbeitnehmer
    23.06.11 um 13:06

    @Wayne

    Keine Sorge die GDL geht nicht unter. ;-) Sie gehört ja zum DBB (Deutschen Beamten Bund) und deren Kassen sind sowas von voll, da könnte man noch Jahre von Streiken.


  11. Beobachter
    23.06.11 um 13:08

    @ Wayne

    Was glauben Sie, wie viele Arbeitnehmer täglich oder wöchentlich viele Kilometer pendeln? Wenn sie das nicht täten, bräuchte man nicht so viele Lokführer. Fragen Sie doch mal Ihre Fahrgäste.

    Was glauben Sie, wie viele Menschen im Jahr wegen ihres Arbeitsplatzes den Wohnort wechseln? Ich habe keine Statistik zur Hand, es sind aber sicher Tausende.

    Die Ausschreibungen sind eine politische Entscheidung, um den öffentlichen Personenverkehr langfristig sicher zu stellen, denn die Mittel sind begrenzt.


  12. Arbeitnehmer
    23.06.11 um 13:42

    @Beobachter

    Kein Lokführer leidet unter Realitätsverlust, wie Sie und dieser Stephan uns hier immer und ständig glauben machen wollen. Nur kann man einen Umstellung zum Wettbewerb radikal gestalten, wo Sie ja anscheinend dafür sind (sehr unmenschlich), oder aber man kann es erstmal abmildern und es den Mitarbeitern es so leicht wie möglich machen und dass ist eben nicht nur den Unternehmen zu überlassen.


  13. Beobachter
    23.06.11 um 14:06

    @ Arbeitnehmer

    Ich lebe mit diesem Wettbewerb nun schon mehr als ein halbes Jahrhundert. Darum fehlt mir jedes Verständnis für eine „Sonderbehandlung“ einer bestimmten Personengruppe.


  14. Lokführer
    23.06.11 um 17:26

    Ich versuch mal für die heimlichen Beobachter aufzuklären…

    Betreiberwechsel: Übernahmeanspruch des Lokführers beim neuen Betreiber einer Verkehrsleistung innerhalb und außerhalb der jeweiligen Unternehmensgruppe, mindestens zu den Bedingungen des BuRa-LfTV

    So steht es geschrieben und der Anspruch bedeutet nicht, dass er übernommen werden muss…und die Auslegung ist doch flexibel!

    Vielmehr ist es doch so, dass der „ständige“ Wechsel des Betreibers bisher für den Lokführer immer wieder einen Neuanfang bedeutet!!!

    Dies soll vermieden werden und durch den Betreiberwechsel sollen dem Lf die Jahre anerkannt werden und er steigt nicht immer wieder als „Neueinsteiger“ ein.

    Damit wird die „billige“ Übernahme des Personals ausgeschlossen.
    Die Zugbegleiter und Lokführer werden wie Neueinstellungen behandelt und auch so eingruppiert. Dies ist mit dem BuRa-LfTV nicht mehr möglich.

    Personal (Lokführer) sind auf dem freien Arbeitsmarkt nicht mehr ausreichend vorhanden.


  15. trainguide
    23.06.11 um 18:04

    @ Lokführer

    Kann dein Arbeitgeber schlecht kalkulieren und Du gewinnst den Eindruck, dass er zuviel Aufträge verliert, dann würde ich mich schon jetzt nach einem anderen Arbeitgeber umsehen. Alles andere ist Bequemlichkeit.


  16. Beobachter
    23.06.11 um 18:14

    @ Lokführer

    Ihr Versuch der Aufklärung in Ehren, aber

    So steht es geschrieben und der Anspruch bedeutet nicht, dass er übernommen werden muss…und die Auslegung ist doch flexibel!

    hat mich überzeugt. Nämlich in dem Eindruck den ich von der GDL habe: Widersprüchlich.

    Das ehemalige Bedienstete von Staatsbahnen nun wirklich keine Ahnung von Arbeitsleben „da draußen“ haben, zeigt der nächste Absatz ihres Kommentars. Jeder Arbeitnehmer wird an Hand seiner Berufserfahrung eingruppiert. Eine zehnjährige Berufserfahrung wird da auf jeden Fall honoriert. Was eventuell wegfallen könnte, wären Zuschläge nach Betriebszugehörigkeit im alten Betrieb, aber das ist völlig in Ordnung.

    Der Gesetzgeber hat die Bahn(nen) aus dem Staatsdienst herausgelöst und wohlweislich kein Gesetz zum Schutz der Lokführer erlassen. Das muss auch die GDL begreifen.

    Personal (Lokführer) sind auf dem freien Arbeitsmarkt nicht mehr ausreichend vorhanden.

    Das ist richtig, aber dann ist die Taktik und die Forderung nach einem BuRa-LfTV völlig fehl am Platze. Nach den Regeln der Marktwirtschaft wären viel mehr Verbesserungen der Arbeitsbedingungen auszuhandeln. Aber da hat Claus W. den Faden verloren.

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