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Mecklenburg-Vorpommern fordert Erhalt und Ausbau der Fernverbindungen

16.06.11 (Allgemein) Autor:Test Kunde

Morgen wird die Bundeskanzlerin Angela Merkel in Binz eine ICE-Zugtaufe vornehmen. Aus diesem Anlass rief Volker Schlotmann, Verkehrsminister von Mecklenburg-Vorpommern, die Bundesregierung und die Deutsche Bahn auf, die Fernverkehrsanbindungen in Mecklenburg-Vorpommern auf Dauer zu erhalten und weiter auszubauen.

„Die Tourismuszahlen steigen und gleichzeitig werden immer mehr Fernverkehrsverbindungen gestrichen. Das passt nicht zusammen. Denn es gilt, mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene zu bringen. Dazu sind attraktive Angebote von Bahn und Bus die grundlegende Voraussetzung“, sagte er heute. Schlotmann will zusätzlichen Fernverkehr auf der Strecke Berlin-Rostock, wenn der Ausbau für 160 km/h im Jahr 2013 abgeschlossen ist. „Wenn die Strecke gut ausgebaut ist, muss sie auch vernünftig genutzt werden“, sagte er.

In den vergangenen zehn Jahren waren rund die Hälfte der Fernverkehrsverbindungen gestrichen worden. Schlotmann betonte: „Mecklenburg-Vorpommern braucht gute Fernverkehrsverbindungen. Sie sind für die Bürgerinnen und Bürger des Landes wichtig. Und besondere Bedeutung haben sie für die Erreichbarkeit der Tourismusgebiete.“

Aber auch für andere Bereiche hat die Erreichbarkeit auf der Schiene große Bedeutung, beispielsweise für überregional tätige Forschungseinrichtungen und Unternehmen. „Die Streichung von zwei von fünf Zugpaaren wie zuletzt im Dezember 2010 auf der Strecke Rügen – Berlin ist absolut inakzeptabel“, so Schlotmann abschließend.

Bild: Hans-Joachim Kirsche, DB AG
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