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Innenausbau kostet rund 25 Millionen Euro

16.06.11 (Allgemein) Autor:Test Kunde

Gestern hat die Deutsche Bahn AG den offiziellen Startschuss für den Ausbau der künftigen Ladenflächen in der Nord- und Südhalle des Dresdner Hauptbahnhofs gegeben. Bis 2014 sollen auf einer Fläche von rund 11.000 Quadratmetern unter den Hochgleisen rund 40 neue Geschäfte mit einem breiten Branchenmix aus den Bereichen Einzelhandel, Dienstleistung und Gastronomie entstehen. Auch öffentliche WC-Anlagen sind geplant. Insgesamt investiert die DB rund 25 Millionen Euro in die Ausbauarbeiten. Diese sollen im Frühjahr 2012 beginnen und 2014 abgeschlossen sein. Mit der Ausführungsplanung wurde bereits begonnen. Die ersten Ausschreibungen sollen noch in diesem Jahr erfolgen.

„Mit dem Ausbau der Nord- und Südhalle realisieren wir den letzten großen Modernisierungsabschnitt im Dresdner Hauptbahnhof. Wir sehen in den künftigen Ladenflächen ein erhebliches Potenzial, um die Station selbst, aber auch die umliegenden Stadtviertel deutlich zu beleben“, so Dr. André Zeug, Vorstandsvorsitzender der DB Station & Service AG. „Bereits heute zählen wir hier täglich rund 60.000 Besucher. Durch mehr als 70 internationale Zuganbindungen sind darunter auch zunehmend internationale Gäste, die wir mit unserem Angebot erreichen wollen.“

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In den neuen Einkaufsflächen sollen künftig sowohl Reisende als auch Besucher und Einkaufskunden aus dem Großraum Dresden ein vielfältiges Einzelhandels-, Dienstleistungs- und Gastronomieangebot unter einem Dach vorfinden. Bisher sind vor allem in der östlichen Kuppelhalle Läden auf rund 4.000 Quadratmetern vorrangig mit Angeboten für Reisende eingerichtet.

Die Ladenflächen werden künftig durch die Nordhalle aus Richtung Wiener Platz oder durch die Südhalle aus Richtung Bayrischer Straße erreichbar sein. Im Zuge der Ausbauarbeiten sollen alle Zu- und Durchgänge zu den Ladenflächen ausgebaut werden. In diesem Zusammenhang werden auch die nach der Hochwasserkatastrophe 2002 temporär eingerichteten Verkaufseinrichtungen zurückgebaut und diese Bereiche in das Gesamtprojekt integriert.

Der Dresdner Hauptbahnhof war von 1892 bis 1898 erbaut und zwischen 1997 und 2006 von Stararchitekt Lord Norman Foster saniert worden. In diesem Zusammenhang waren auch die Tragwerke unter den Gleisen in beiden Bahnhofshallen erneuert worden.[ad#Bigsize-Artikel]

Ein Kommentar

  1. Wer hätte das noch gedacht. Das Empfangsgebäude in Höhe der Mittelhalle wurde schon vor Jahren mit viel Brimborium wieder eingeweiht. Dieser Umbau einschließlich der Neugestaltung der Bahnsteighallen hatte allerlei renommierte Preise gewonnen. Dennoch rieb man sich vielfach verdutzt die Augen. Es gab wohl keinen deutschen Großstadtbahnhof, der sich derart unfertig, halb saniert und mit einem Wechsel aus schicker Neugestaltung und unübertreffbarer Tristesse präsentierte. Die Zugänge durch die Nord- und Südhalle mit Ihren notdürftigen Gipswänden und die Notunterbringung einiger Geschäfte unter der Nordhalle waren an Peinlichkeit nicht mehr zu überbieten. Da empfing man Gäste schon mal lieber auf dem rechtselbischen zweiten Fernbahnhof Dresden-Neustadt um nicht zu sehr in Erklärungsnot zu verfallen. Jetzt soll der Umbau dieser ansonsten genialen Kombination aus aus Kopf- und Durchgangsbahnhof weitergeführt werden. Bleibt abzuwarten, ob diesen großen Ankündigungen Taten folgen.

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