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In Stuttgart stehen die Zeichen auf Sturm

14.06.11 (Allgemein) Autor:Test Kunde

Wie der Stern in seine Onlineausgabe heute berichtet, will die Bahn nach über zwei Monaten die Bagger heute wieder anrollen lassen. Am Nordflügel solle die Einrichtung der Baustelle für ein geplantes unterirdische Technikgebäude vorbereitetet werden. Am Mittwoch wolle die Bahn auf einer Pressekonferenz über weitere Schritte unterrichten, schrieb der Stern. Die Gegner kündigten Blockaden an.

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Damit, so der Vorwurf von Winfried Kretschmann (Ministerpräsident Baden-Württemberg), würde die Bahn vom Schlichterspruch abweichen. „Es wäre doch nur redlich, bis zum Ergebnis des Stresstests keine weiteren Baumaßnahmen vorzunehmen. Diese Erwartungen wird nun von der Bahn konterkariert“, sagte Kretschmann dem „Tagespiegel“ Dem entgegnete Wolfgang Dietrich (S-21 Sprecher der Bahn). „Wir werden bis zum Stresstest sowieso nichts bauen, was diesen Test konterkarieren könnte.“ Kretschmann wisse dies ganz genau, ergänzte er.

Vom Land läge kein Antrag auf einen Baustopp vor „weil es sich an den Kosten nicht beteiligen wollte“ sagte Dietrich. Ihm lägen wichtige Daten nicht vor, wonach er den Einspruch hätte formulieren können, hatte Kretschmann zuvor kritisiert. Dieses Argument sei „schlicht falsch“, so Dietrich.

„Es ist sehr wichtig, dass keiner der Projektpartner von Stuttgart 21 einen Baustopp beantragt hat“, sagte Grube der Bild am Sonntag. Dies habe weit über die baden-württembergische Landeshauptstadt hinaus Signalwirkung. „Denn würden erworbenes Baurecht und gültige Planfeststellungsverfahren in Deutschland nichts mehr gelten, hätte das für unser Land nicht abzusehende negative Folgen.“

Gegenüber der Stuttgarter Zeitung sagte der Bundesverkehrsminister, er erwarte von der Baden-Württembergischen Landesregierung, dass sie dem Baurecht Geltung verschaffen werde. Für unwahrscheinlich halte er eine Volksabstimmung. Ob diese erfolgen wird, wird sich erst nach dem Stresstest herausstellen, so ein Sprecher der Landesregierung.

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4 Responses

  1. Oh, heiliger Sankt Florian, beschütz mein Haus, zünds andren an.

  2. Hier geht es den Permanent- Protestierern weniger um S 21, sondern vielmehr um Vertreib ihrer Langeweile und Zerstörungswut.

  3. Eine Volksabstimmung…
    Wegen einem Bahnhofsumbau, dass ich nicht lache…
    Würde es eine Privatbahn machen, wäre das Bauvorhaben wohl weniger ein Problem. Aber wenn die pöse pöse DB mal Geld in und Bund und Länder an die Hand nehmen will, schreien die Minimassen auf. Und plötzlich wird es zu einem „Volksbegehren“.

  4. @pendler,

    da muss ich dir Recht geben!
    Hier in meiner Nähe wurde eine Aussichtsplattform über das Wesertal errichtet, natürlich gegen den massiven Widerstand der permanent revoltierenden Grünen.
    Bei der Einweihungsfeier waren sie dann aber zugegen, und argumentierten dieses mit „demokratischen???“ Verhaltensweisen.
    Der Großteil der hier ansässigen Bewohner sind nun sehr sehr dankbar, dass sich diese dauerhaft protestierenden Schichten nicht durchgesetzt haben! Es ist nun ein ausgezeichneter Magnet für unseren hiesigen Raum.

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